Wie sähe ein Vaihingen aus, in dem ihr gerne abhängen würdet? Das wollten wir von Schülern und Schülerinnen der Kleinglattbacher Ottmar-Mergenthaler-Realschule wissen. In einem spannenden Projekt haben sie uns gezeigt, wie ein cooles Vaihingen aussehen würde. Spoiler: Es gäbe viele Sportlocations, Open-Air-Events, Riesenräder und Raum für Innovationen.
Was ist das Projekt Traum-Vaihingen?
Achtklässler und Achtklässlerinnen haben sich mit ihrer Lehrerin Eva Fabritius mit dem Thema Medien beschäftigt. Von der Yenz-Redaktion gab es die Aufgabe, sich ein fiktives Vaihingen zu überlegen. Dazu sollten sie ihr Traum-Vaihingen beschreiben und mittels Künstlicher Intelligenz (KI) zum Leben erwecken.
Wie kam das KI-Projekt an?
Die digitale Aufgabe begeisterte die Jugendlichen. "Die beiden Schulklassen habe ich als sehr engagiert erlebt“, sagt Lehrerin Eva Fabritius und erzählt weiter: „Mit dem Projekt wird im digitalen Zeitalter die Medienkompetenz der Jugendlichen dadurch gestärkt, dass sie selbst Fake News beziehungsweise Wunschvorstellungen mit Künstlicher Intelligenz und realen Eingaben generieren. Sie erfahren unmittelbar, wie ihre Idee, ihre Absicht und Intention in Bild und Text Gestalt annehmen.“
Wie "echt" ist das Fake-Vaihingen?
Die Achtklässler besprechen, woran sich Fake-Bilder erkennen lassen. Dabei stellen sie rasch fest: Nicht immer lässt sich das leicht erkennen. Ein Schüler schaute nichtwissend ein KI-Bild mit einem Manga-Laden am Rathaus an und fragte: „Wow, hat der Manga-Laden schon geöffnet?“
So sähe Traum-Vaihingen aus
Ein großer Traum sind Bikesport-Möglichkeiten. „Seit Jahren wächst die Begeisterung fürs Fahrradfahren – egal, ob Mountainbike, BMX oder Pumptrack“, schreibt Maximilian. Für viele sei das ein wichtiger Teil ihrer Freizeit. Zwar gibt es in Vaihingen die Dirtbahn. Doch diese könne wetterbedingt oft nicht genutzt werden, weshalb sich der Achtklässler eine moderne Anlage mit Indoor-Bereich wünscht.
Das Thema Bewegung spielt auch in den Träumen von Ammar und Bilal eine große Rolle. In ihrem Traum-Vaihingen gäbe es in der Grabenstraße eine „Tra(u)mpolinhalle“. Besonderes Highlight wäre das dortige Fußballfeld. Bei Jule, Victoria, Nathalie und Fiona geht es nach der Schule mit Freunden an die Enz, wo es einen Badeplatz und Softeismaschine gibt.
Von Flutlichtspielen träumen Tom und Moritz. Sie haben sich die Ensinger-Sport-Arena zwischen dem Vaihinger Bahnhof und der Feuerwehr ausgedacht. Sie bietet Platz für 65.000 Zuschauer.
Viele wünschen sich mehr Freizeitangebote verbunden mit Spaß und Action: Sie sehnen sich nach bunten Freizeitparks mit Riesenrad, Achterbahn und Fahrgeschäften – mal außerhalb der Innenstadt, mal direkt auf dem Vaihinger Markplatz. Animé-Fans gehen im Traum-Vaihingen gerne in die Innenstadt, wo es einen Manga-Shop mit Café beim Rathaus gibt.
Innovationen werden im Traum-Vaihingen an Schloss Kaltenstein gedacht und umgesetzt, wo es ein Zentrum für Forschung & Kultur gibt. In der Schule arbeiten die Lernenden in kleinen Laborgruppen. Sie tüfteln an Ideen für Energiegewinnung: Miniturbinen für die Enz, Solarmaterialien, die sich an Fassaden anpassen oder Systeme, die Bewegungsenergie von Festivals in Strom verwandeln. An langen Projekttagen bestellen sich die Schüler Energieriegel, Obst und Wraps per App. Eine Drohne liefert das Brainfood.
Abends verändert sich Vaihingen komplett: Die Stadt wird zur Bühne, am Flussufer gibt es Festivals und Open-Air-Partys auf alten Industrieflächen. Auf einer Bühne am Bahnhof geben in den Vorstellungen von Sevdzhan und Isabelle auch lokale Gruppen und Schulbands Konzerte.
Apropos Open-Air: Daniela träumt von einer Schlittschuhbahn am Marktplatz, wo sich im Winter Familien und Freunde treffen und Ella und ihre Mitschüler von einem neuen pädagogischen Konzept an der OMRS: eine Freibadschule.
Und was ist das Beste? „Dass uns wirklich zugehört wird“, schreiben die Schüler. „Wenn wir eine gute Idee haben, wird sie nicht einfach abgeheftet. Die Stadt unterstützt uns, vernetzt uns mit Forschern, Handwerkern und Start-ups. Wir Jugendlichen sind nicht nur die Zukunft, wir sind Gegenwart. Das fühlt sich stark an.“




