VKZ-Weihnachtsaktion

Unterstützung für bedürftige Menschen

Hilfe für Mensch und Tier: Bei der VKZ-Spendenaktion stehen in diesem Jahr die Diakonische Bezirksstelle in Vaihingen und das Tierheim im Mittelpunkt. Heute stellen wir den Tafelladen der Diakonie in der Heilbronner Straße vor.

  • Blick in den Kleiderkeller der Bezirksstelle.

    Blick in den Kleiderkeller der Bezirksstelle.

  • Der ehrenamtliche Tafelfahrer Ulrich Gerstung lädt Lebensmittel aus. 	Fotos: Rücker

    Der ehrenamtliche Tafelfahrer Ulrich Gerstung lädt Lebensmittel aus. Fotos: Rücker

  • Das Morgenteam beim Aus- und Einsortieren der Lebensmittel.

    Das Morgenteam beim Aus- und Einsortieren der Lebensmittel.

Vaihingen. In einer Welt, in der Hilfe oft schwer erreichbar scheint, biete die Diakonische Bezirksstelle mit ihren vielfältigen Angeboten einen unverzichtbaren Dienst für diejenigen, die ihn am dringendsten benötigen, sagt Andrea Magenau, Geschäftsführerin der Diakonischen Bezirksstelle in Vaihingen. „In dieser besinnlichen Zeit des Jahres, in der wir auf das vergangene Jahr zurückblicken und nach vorne schauen, zeigt die Vaihinger Kreiszeitung mit ihrer Weihnachtsaktion 2024 einmal mehr, wie wichtig es ist, gemeinsam für die Menschen in unserer Region da zu sein“, findet Magenau. „Unsere Angebote sind mehr als nur Hilfestellungen – sie sind Rettungsanker, die den Menschen neue Perspektiven, Würde und Hoffnung zurückgeben“, sagt sie.
Zu diesen Angeboten gehört zum Beispiel der Tafelladen in der Heilbronner Straße. „Wir brauchen Geld, um die Tafel betreiben zu können.“ Kosten wie die Miete und für das Tafel-Fahrzeug müssen beglichen werden.
Für die bedürftigen Menschen gibt es bei der Tafel Hilfe, aber nichts geschenkt: „Wir wollen den Einkaufscharakter erhalten und keine Almosen verschenken“, sagt die Sozialdiakonin. „Wir haben Teuerungen in ganz vielen Bereichen, das spürt jeder“, sagt Magenau. „Und wenn man dann kein Polster hat, dann kommt man schnell an die Grenzen und unter Umständen in Not.“ Dann würden sich womöglich Löcher auftun und es könne ein Teufelskreis beginnen. Dann sei der Einkauf in der Tafel eine Entlastung, dort gebe es zwar nicht immer alles, aber zu sehr günstigen Preisen. Ein Kilogramm Obst und Gemüse kostet beispielsweise 40 Cent, ein Liter Milch 20 Cent, ein Stück Butter 40 Cent. Aufgrund der hohen Nachfrage werden aktuell keine neuen Tafelausweise ausgestellt, berichtet Magenau, für den Kleiderkeller gebe es jedoch nach wie vor Ausweise.
Dienstags und donnerstags sind im Tafelladen die Ehrenamtlichen im Einsatz, zum einen, um morgens die Waren von den Supermärkten, Bäckereien und Gärtnereien abzuholen, aufzubereiten und einzusortieren. Zum anderen stemmt das Nachmittags-Team den Verkauf.

„Es ist eine Besonderheit der Tafel Vaihingen, dass die praktische Arbeit ehrenamtlich gemanagt wird – mit unserer Hilfe“, sagt Magenau.
Am Donnerstagmorgen trägt beispielsweise der Vaihinger Ulrich Gerstung, einer der rund zehn ehrenamtlichen Tafelwagen-Fahrer, die gespendeten Lebensmittel in die Tafel Vaihingen. Dort wartet schon das Team samt der Tagesleitung Gaby Stutzenberger und nimmt die Waren in Empfang. Verpackte Weintrauben und auch Heidelbeeren sind dabei. Diese müssen mehr oder weniger radikal aussortiert werden. Die Salatköpfe lachen einen von ihrer Kiste aus in sattem Grün an, sie sind aber schon geputzt, ist zu erfahren. 55 Ehrenamtliche inklusive der Fahrer halten den Tafelladen am Laufen – und natürlich auch die Sach- und Geldspenden. Was unheimlich gut für die Tafel sei, sei das Kästchen an der Pfandrückgabe beim Oberen Rewe, sagt Gaby Stutzenberger. Hier können Pfandzettel als Spende eingeworfen werden. Davon können wiederum die Tafel-Mitarbeiter einkaufen: Öl, Milchprodukte oder Ähnliches.
Nachmittags kommen dann die Tafelausweis-Kunden zum Einkaufen – immer in Rotation mit bestimmten Anfangsbuchstaben des Nachnamens. Zunächst wird kurz vor der Öffnung unter der Kundschaft ausgelost, wie die Reihenfolge ist, denn es dürfen immer nur vier Kunden gleichzeitig in den kleinen Laden. Ingrid Göbgen hat an diesem Nachmittag die Tafelleitung und sie erschrickt ein wenig, als ihr eine Mitarbeiterin von der Diakonie, die auf der gegenüberliegenden Straßenseite ist, mitteilt, dass mit 29 Kunden sehr viele in der ersten Gruppe des Nachmittags sind. Da heißt es für die Ehrenamtlichen besonders gut darauf zu achten, dass das Angebot möglichst für alle reicht. „Ich glaube, das Gemüse ist das wichtigste“, sagt Göbgen. Heute hätten sie sich dafür entschieden, dass die Kunden entweder Kartoffeln oder Kohl kaufen können.
Gegenüber im Gebäude der Bezirksstelle ist derweil das Tafel-Café geöffnet, in dem es wuselig zugeht. Hier warten Tafel-Kunden, bis sie an der Reihe sind und deren Kinder nutzen die Zeit, um mit den Spielsachen dort zu spielen. Ein Enzweihinger Vater erzählt, dass er als Alleinverdiener 1900 Euro netto nach Hause bringt, aber die Miete das meiste davon verschlingt. Mit drei kleinen Kindern und seiner Frau hat die Familie einen Tafelausweis, eine gute Sache, wie er sagt. „Gemüse, Brot, darüber sind wir froh, und die Kinder spielen im Café, das ist auch schön“, sagt der Enzweihinger.
„Vor allem haltbare Waren werden nur selten gespendet, aber dringend benötigt“, sagt Magenau. „Deshalb würden wir uns riesig freuen, wenn bei der VKZ-Aktion Spenden für die Tafel eingehen würden, dann könnten wir konkret diese Waren für unsere Kunden kaufen.“Als Beispiele nennt sie Waschmittel, H-Milch, Butter und Öl.
Generell sind Sachspenden auch willkommen, hierzu gibt es auf der Homepage Tipps, was gebraucht wird, wie zum Beispiel Kleidung für den Kleiderkeller. „Spenden Sie nur Dinge, die Sie auch selbst benutzen würden“, bittet hierzu Andrea Magenau. Elektrogeräte können nicht angenommen werden.
Weitere Infos gibt es online auf der Homepage unter diakonie-vaihingen.de. Die VKZ-Spendenaktion läuft bis zum 6. Januar. Das Spendenkonto bei der Kreissparkasse Ludwigsburg hat folgende IBAN: DE90 6045 0050 0008 8140 78. Bitte bei der Überweisung als Betreff „VKZ-Spendenaktion“ und, falls gewollt, „Tafel“ angeben.
 

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