Stuttgart

Stuttgarter Büros glänzen bei Architekturpreis

Beim „Best Architects 27 Award“ hat Stuttgart abgeräumt: Sieben Projekte wurden ausgezeichnet, ein innovatives Bürogebäude aus Holz erhielt den Gold-Award.

  • Das Zero in Stuttgart-Möhringen wurde beim „Best Architects 27 Award“ mit Gold ausgezeichnet.
         
         Foto: Achim BirnbaumFoto:  

    Das Zero in Stuttgart-Möhringen wurde beim „Best Architects 27 Award“ mit Gold ausgezeichnet. Foto: Achim BirnbaumFoto:  

Stuttgart - Der Bausektor verursacht ungefähr ein Drittel der globalen CO2 -Emissionen. Architektinnen und Architekten können neben guter Gestaltung einen großen Beitrag zur forcierten Bauwende leisten – also hin zu einer ressourcenschonenden und klimaneutralen Bauweise. Gleichzeitig steht die Architektur unter Druck und immer stärker im öffentlichen Rampenlicht. Die Frage, was und wie gebaut wird, hat in Zeiten knapper öffentlicher Kassen einerseits sowie fehlendem Wohnraum andererseits einen immens hohen Stellenwert.

Erschwerend hinzu kommt die Entwicklung, dass das Bauen immer komplexer zu werden scheint. Spezialisierte Fachdisziplinen übernehmen Aufgaben, die früher selbstverständlich zum Tätigkeitsfeld der Architektur gehörten. Die einst sichere Generalisten-Rolle der Architektin und des Architekten wird dadurch zunehmend infrage gestellt. Die diesjährige Ausgabe des Architekturwettbewerbs „Best Architects Award“ greift genau diese Aspekte auf und versucht unter allen Einsendungen von realisierten Projekten jene zu prämieren, die bei der Planung und Umsetzung weder die architektonische Qualität noch eine ökologische Bauweise außer Acht gelassen haben. Die internationale Jury des Wettbewerbs vergab aus knapp 400 Einreichungen 80 Auszeichnungen mit dem Label „Best Architects 27“, davon zwölf Projekte in Gold als höchste Ehrung.

Unter diesen zwölf Gold-Award-Preisträgern findet sich auch ein Stuttgarter Projekt: Das Zero ein Bürogebäude in Möhringen vom Architekturbüro Riehle Koetg. Komplett in Holzmodulbauweise gefertigt, bietet der Bau Raum für etwa 400 Arbeitsplätze. Die vorgefertigten Holzmodule werden just-in-time geliefert und vor Ort zusammengesetzt. Dadurch reduzieren sich nicht nur die Bauzeit, sondern auch die Kosten. Die Module sind rückbaubar. Eisspeicher, Wärmepumpe und Photovoltaik sorgen dafür, dass das Gebäude „nahezu emissionsfrei“ versorgt wird.

Weitere Awards gingen nach Stuttgart. Zu den Gewinnern zählen: Reichel Schlaier Architekten für die Sanierung und Erweiterung Deutsches Meeresmuseums in Stralsund und A+R Architekten für das Getreidemagazin des Haupt- und Landgestüts Marbach in St. Johann. Gleich zwei Awards gehen an Birk Heilmeyer und Frenzel Architekten für das KIT Lern- und Anwendungszentrum Mechatronik in Karlsruhe sowie für den Abfallwirtschaftshof in Stuttgart-Wangen. Ebenfalls zwei Awards holten sich Steimle Architekten für das Ohm Innovation Center der TH Nürnberg sowie für die Kreissporthalle in Wangen im Allgäu.

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