Stuttgart - Die Orte sind einzigartig, aber oft kann sie der Normalbürger nicht besichtigen. Zum Tag es offenen Denkmals besteht nun die Gelegenheit.
Villa Berg Die Villa Berg im Stuttgarter Osten ist ein besonderer Problem-Prachtbau, dessen Schicksal lange Jahre unklar war. Dort gibt es jeweils eine Stunde dauernde Führungen von 10 bis 16 Uhr mit musikalischen Interventionen der Stuttgarter Musikschule und dem SWR Symphonieorchester. Die Villa Berg ist 1853 im Stil der italienischen Hochrenaissance im Auftrag von Kronprinz Karl von Architekt Christian Friedrich von Leins gebaut worden.
Hotel Silber Am Tag des offenen Denkmals gibt es auch im „Hotel Silber“ in der Dorotheenstraße ein besonderes Programm in dem Ort, welcher in der NS-Zeit ein Hauptquartier der Geheimen Staatspolizei war. Am 13. September gibt es um 16 Uhr einen Vortrag über Claus Schenk Graf von Stauffenberg, der 1944 versucht hat, Hitler zu töten.
Der Daimlerturm Herausragende Industriegeschichte ist in Bad Cannstatt in der Taubenheimstraße 13 von 11 bis 17 Uhr zu erleben. Er wurde 1894 gebaut und ist über eine innen liegende Treppe begehbar. Unweit davon ist das 1882 erbaute Gartenhaus mit der Gottlieb-Daimler-Gedächtnisstätte, wo die ehemalige Werkstatt von Gottlieb Daimler und Wilhelm Maybach zu sehen ist.
Diakonissenbunker Besondere Einblicke liefert der Diakonissenbunker von 11 bis 17 Uhr im Stuttgarter Westen. Es ist der größte Zivilschutzbunker Stuttgarts mit einer Fläche von mehr als 3000 Quadratmetern. Im Zweiten Weltkrieg erbaut, wurde er in den 1980er-Jahren zum Atomschutzbunker umgebaut. Im sogenannten Lazaretttrakt befindet sich heute ein Kulturzentrum des Vereins Kultdiak Stuttgart e.V. Tipp: warme Kleidung tragen, denn im Bunker ist es sehr kühl mit Temperaturen unter 17 Grad Celsius.
Kunstgebäude Gemeinsam Kultur erleben heißt es beim Tag des offenen Denkmals im Kunstgebäude am Schlossplatz im Herzen Stuttgarts. Es ist von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Das Gebäude wurde zwischen 1910 und 1913 nach den Plänen des Architekten Theodor Fischer unter der Bauleitung von Hans Daiber errichtet und am 8. Mai 1913 eröffnet. Den bildhauerischen Schmuck der Fassade und des Säulengangs schufen Jakob Brüllmann und Josef Zeitler. Nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs wurde das denkmalgeschützte Haus wieder aufgebaut und zuletzt von 2020 bis 2024 saniert.
Städtisches Lapidarium in der Mörikestraße 24/1 in Stuttgart ist von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Es bietet am Tag des offenen Denkmals eine kostenfreie Führung ohne Anmeldung um 15 Uhr für maximal 20 Personen. Die Einrichtung, die in einer historischen Parkanlage liegt, vermittelt Einblicke in die Bau- und Kulturgeschichte der Stadt. Der Begriff „Lapidarium“ leitet sich vom lateinischen lapis („Stein“) ab und bezeichnet eine Sammlung von Steinwerken wie Skulpturen, Grabsteinen und Bauplastik.
Standseilbahn Die historische Bahn in der Böblinger Straße 237 ist ein besonderes öffentliches Verkehrsmittel mit historischer Bedeutung: Sie ist am Tag des offenen Denkmals von 9 bis 17 Uhr geöffnet. Zwischen 12 und 16 Uhr gibt es kostenlose Technikführungen im Maschinenraum in der Bergstation, die etwa 45 Minuten dauern. Zu den Führungen ist allerdings eine Voranmeldung über die Netzseite der Stuttgarter Straßenbahnen erforderlich unter https://www.ssb-ag.de/en/unternehmen/informationen-fakten/fahrzeuge/seilbahn/
Weitere Infos und Anmeldemöglichkeiten zu einzelnen Veranstaltungen und Führungen am Tag des offenen Denkmals gibt es im Internet unter www.tag-des-offenen-denkmals.de

