Stuttgart - Das EM-Spiel zwischen Deutschland und Ungarn am Mittwoch in Stuttgart wird von höchster politischer Prominenz begleitet. Zu einem Empfang im Neuen Schloss vor der Partie wird Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán erwartet. Gastgeber sind Land und Stadt in Person von Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) und Oberbürgermeister Frank Nopper (CDU). Noch nicht dabei sein wird dann Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD). Er wird nur das Spiel besuchen. Der Bundeskanzler habe am Tag noch Termine und werde nur zu der Fußballpartie nach Stuttgart kommen, heißt es im Bundespresseamt. Erwartet wird auch Innenministerin Nancy Faeser (SPD).
Scholz und Orbán werden dennoch nicht nur im Stadion Gelegenheit zum Austausch haben. Der ungarische Staatschef reist am Freitag nach Berlin, um Scholz zu treffen. Anschließend kehrt Orbán nach Stuttgart zurück, um auch das Spiel der Ungarn am Sonntag gegen Schottland zu verfolgen.
Beide Begegnungen der Ungarn in Stuttgart werden als Hochrisikospiele eingestuft. Mehr als 2500 Beamte werden in und um Stuttgart im Einsatz sein. Es bestehe „ein hohes Gefährdungspotenzial von Auseinandersetzungen“, teilte das Polizeipräsidium Stuttgart am Dienstag mit. Störungen würden von den Polizei-Kräften „robust und niederschwellig unterbunden“. Ungarische Fans gelten als gewaltbereit. Insgesamt werden 15 000 bis 20 000 Anhänger erwartet.
