Stuttgart

Parken: Stadt will weniger Automaten

Mehr Handyparken, weniger Bargeld: Stuttgart tauscht in den kommenden vier Jahren 1250 Parkscheinautomaten aus.

  • An Parkscheinautomaten wird aufs Handyparken hingewiesen. Auch digital ist die Brötchentaste verfügbar.Foto: Sebastian Steegmüller

    An Parkscheinautomaten wird aufs Handyparken hingewiesen. Auch digital ist die Brötchentaste verfügbar.Foto: Sebastian Steegmüller

Stuttgart - In Stuttgart kann man seit Anfang 2025 Parkgebühren mit dem Handy bezahlen. „Es ist ein Erfolg“, sagt Tiefbauamtsleiter Jürgen Mutz. Inzwischen würden 20 Prozent der Autofahrer das Angebot nutzen, 30 Prozent zahlen mit Karte. Rund die Hälfte greift jedoch noch zu Münzen. Ein Verhältnis, das die Stadt gerne weiter in Richtung App verschieben würde. „Denn Bargeld kostet Geld“, so Mutz.

In den kommenden Jahren will die Stadt die Abstände zwischen den Parkscheinautomaten schrittweise vergrößern und so deren Zahl verringern. Nach Angaben des Tiefbauamts bleiben die Geräte dennoch gut erreichbar. Mit dem Schritt will man zum einen das Handyparken fördern, zum anderen aber Kosten senken. Gespart werde nicht nur bei der Anschaffung weiterer Automaten, sondern auch bei Wartung und Betrieb. „Wir müssen sie zum Beispiel nicht so oft leeren“, sagt Mutz.

Denn obwohl die Barzahlung an Bedeutung verliert, muss die Stadt weiter in ihre Parkscheinautomaten investieren: Der Ausschuss für Stadtentwicklung und Technik hat an diesem Dienstag einstimmig zugestimmt, in den kommenden vier Jahren rund 1250 veraltete Geräte auszutauschen. Zudem werden schadhafte Fundamente ersetzt. Die Kosten werden auf rund 6,9 Millionen Euro geschätzt. Grund sind technische Mängel, fehlende Ersatzteile und die bevorstehende Abschaltung des Mobilfunknetzes 2G. Dadurch wäre an vielen Geräten bald keine Kartenzahlung mehr möglich.

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