Stuttgart - Drei Wasserrohrbrüche innerhalb weniger Tage halten die Verantwortlichen der Netze BW und ihre Not- und Reparaturdienste aktuell auf Trab. Nachdem es am Samstag, 12. September, im Bereich des Pfaffenwaldrings in Stuttgart-Vaihingen wegen eines geborstenen Rohrs zu Straßensperrungen kam, verursachte ein Tag später ein Wasserrohrbruch im Stadtbezirk Mühlhausen chaotische Zustände. Betroffen war die Mühlhäuser Straße in Hofen. Anwohner waren zeitweise sogar von der Wasserversorgung abgeschnitten.
Am Montagabend ereignete sich schließlich der dritte Wasserrohrbruch im Stadtgebiet. Diesmal in der Innenstadt im Bereich Schellingstraße/Huberstraße am Stadtgarten. Für Außenstehende mögen die Häufungen der Wasserrohrbrüche in den vergangenen Tagen alarmierend wirken, für die Verantwortlichen der Netze BW besteht jedoch – allein schon wegen der räumlichen Entfernung – kein direkter Zusammenhang. „Nach aktuellem Stand gibt es keine Hinweise auf generelle Probleme im Stuttgarter Wasserleitungsnetz“, sagt Unternehmenssprecher Moritz Oehl.
Auch für die Wasserrohrbrüche in Stuttgart-Mitte und Stuttgart-Vaihingen würden dem Unternehmen derzeit keine Erkenntnisse vorliegen, die auf eine gemeinsame Ursache oder einen systemischen Zusammenhang hindeuten würden.
Den Schaden nach dem Wasserrohrbruch in der Innenstadt haben die Mitarbeiter noch in der Nacht auf Dienstag behoben, die Unglücksursache werde derzeit noch untersucht. „Zudem stimmen wir aktuell den Zeitplan für die Wiederherstellung der Straßenoberfläche ab“, so Moritz Oehl. Der betroffene Bereich bleibe voraussichtlich auch noch in der kommenden Wochen teilweise gesperrt.
Der Wasserrohrbruch im Bereich Pfaffenwaldring in Stuttgart-Vaihingen ereignete sich ebenfalls am Montagabend. Auch hier sind laut Netze BW die Reparaturarbeiten noch nicht abgeschlossen. Gleiches gilt auch für die Ursachenforschung.
„Doch auch in diesem Fall liegen bislang keine Erkenntnisse vor, die auf einen Zusammenhang mit anderen Schadensfällen schließen lassen“, betont Oehl, der darauf hinweist, dass Wasserrohrbrüche grundsätzlich im Einzelfall untersucht werden. „Die zeitliche Nähe mehrerer Schadensfälle ist nach unserem derzeitigen Kenntnisstand kein Hinweis auf ein generelles Problem im Stuttgarter Wasserleitungsnetz.“
Etwas anders lag die Sachlage dagegen im Jahr 2024 in Stuttgart-Plieningen in den Wochen kurz vor Weihnachten. Am 12. November gab es binnen weniger Stunden drei Wasserrohrbrüche, die vom Verteilnetzbetreiber Netze BW als „sehr ungewöhnlich“ eingestuft wurde. Als Ursache für die Wasserrohrbrüche gab die Netze BW damals planmäßige Umstellungen im Wasserrohrnetz an.
Diese hatten damals laut einem Unternehmenssprecher Fließrichtungsänderungen zur Folge gehabt, was wiederum zu Überlastungen in den betroffenen Leitungsabschnitten und den Rohrbrüchen geführt habe.
