Stuttgart

Loch in Straße: Sanierung wird teuer

Vor der Heilandskirche in Stuttgart-Ost hat die Sanierung der ausgehöhlten Straße begonnen.

  • In der Werderstraße hat die Reparatur des Lochs begonnen.Foto: Andreas Rosar

    In der Werderstraße hat die Reparatur des Lochs begonnen.Foto: Andreas Rosar

Stuttgart - Für die Sanierung des sieben Meter tiefen Lochs in der Werderstraße vor der Heilandskirche in Stuttgart-Ost liegt jetzt eine erste Kostenschätzung vor. Demnach veranschlagt die Stuttgarter Stadtentwässerung (SES) für die Beseitigung des Lecks im darunter liegenden Kanal, das den Einbruch verursacht hatte, rund 100.000 Euro. Am 25. August hatte sich im Asphalt ein Loch gebildet. Darunter befand sich ein großer Hohlraum, der sieben Meter keilförmig in die Tiefe reichte. Die Ausbesserungsarbeiten seien in dieser Woche planmäßig angelaufen, sagte ein Sprecher der Stadt. Rund um das knapp 50 Zentimeter breite Asphaltloch hätten die Bauarbeiter eine Fläche von sechs Quadratmetern freigelegt. Der mehr als 100 Jahre alte gemauerte Kanal soll jetzt durch das Einsetzen eines Betonrohres geflickt werden. Anschließend werde das Loch aufgefüllt und das herausgeschnittene Straßenstück samt Unterbau wieder hergestellt. Die Dauer der Reparatur schätzen die Fachleute auf insgesamt vier Wochen.

Für Vorfälle wie diese gebe es keine Versicherung, sagte der Sprecher. Die Kosten müssten komplett aus dem Haushalt der SES finanziert werden. Allerdings stehen allein für Instandhaltungsarbeiten jährlich rund zehn bis zwölf Millionen Euro im Betriebsplan zur Verfügung. Hinzu kommen mehr als 100 Millionen Euro für die grundlegende Sanierung, den Erhalt, die Erneuerung und den Ausbau des rund 1700 Kilometer langen Kanalnetzes sowie der Klärwerke. Finanziert wird all dies über den Abwasserpreis.

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