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Kommentar: EU hinkt bei Rennen um Arktis hinterher

Kommentar: EU hinkt bei Rennen um Arktis hinterher

Die Arktis? Das war für Europa lange Zeit eine Region, die politisch unter „ferner liefen“ abgehakt wurde. Insofern muss man Donald Trump schon fast dankbar dafür sein, dass er durch seinen Grönland-Appetit die Region vor Europas Haustür ins Scheinwerferlicht gerückt hat. Denn die EU ist spät dran, wenn es um die Arktis geht.

Zwar verfügt die EU – wie auch Deutschland – über eine Arktis-Strategie. Praktische Folgen hatte das bisher aber kaum. Das könnte sich nun ändern. Dass Kanzler Friedrich Merz trotz des Wirbels in seiner Partei persönlich zum EU-Arktis-Gipfel in Finnland anreiste, beweist, wie wichtig Deutschland als Handelsnation und selbsterklärte strategische europäische Kraft die Arktis mittlerweile nimmt.

Von europäischer Seite spielt vor allem Grönland als Tor zwischen Arktis und Atlantik eine große Rolle. Das Problem dabei: Die EU hat dort wenig zu melden. Die Insel ist zwar ein Teil Dänemarks, aber wegen ihrer Autonomie kein EU-Mitglied. Das Rennen um Grönlands Gunst ist also eröffnet. Die erste Investition der EU war 2025 der Beistand der Europäer gegen Trumps Übernahmepläne. Jetzt ist ein 200 Millionen Euro schweres Investitionspaket der EU im Anrollen. Das Ziel ist klar: Es liegt an den Europäern, rechtzeitig zum Sicherheitsgaranten für Grönland zu reifen, bevor eine andere Macht danach greift. Selbst wenn sie wie die USA im eigenen Verteidigungsbündnis Nato sitzt.

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