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Kommentar: Der Fußballwahnsinn nimmt kein Ende

Kommentar: Der Fußballwahnsinn nimmt kein Ende

Die Gier kennt keine Grenzen. Jedenfalls nicht bei Gianni Infantino. Der Präsident des Weltverbandes Fifa treibt sein Milliardenspiel weiter und will aus dem Fußball immer noch mehr Geld ziehen. Kaum ist die WM in Nordamerika abgepfiffen, bläst der Schweizer zum nächsten Angriff. Er will Anteile des WM-Turniers an Investoren verkaufen.

Die Empörung über dieses Vorhaben ist groß. Besonders in Europa, wo einflussreiche Nationalverbände sitzen. Auch, weil der Fifa-Chef eine Frist für die Zustimmung gesetzt hat. Bis zum 19. September. Da bleibt der Uefa nicht viel Zeit, um eine Gegenstrategie zu entwerfen. Weshalb das böse Wort eines Boykotts die Runde macht.

Es waren jedoch Zweifel angebracht, ob die Uefa zu einer einheitlichen Linie finden würde. Denn wenn Fußballnationen wie Spanien, Frankreich, England und auch Deutschland darüber nachdenken, ob sie bei der nächsten Weltmeisterschaft einfach nicht mehr mitspielen, handeln sie vordergründig gegen ihre eigenen Interessen: Spanien etwa ist Mitausrichter der WM 2030 und Deutschland will sich um die Austragung 2038 bewerben.

Auch aus diesem Grund ist es bemerkenswert, dass die 55 europäischen Mitgliedsstaaten geschlossen hinter der Entscheidung stehen, dass sie, sollte der Investorendeal in die Tat umgesetzt werden, die nächste WM und alle weiteren Wettbewerbe des Weltverbands zusammen boykottieren.

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