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Kommentar: Der einzig logische Schritt

Kommentar: Der einzig logische Schritt

  • Um die Wehrpflicht auf Frauen auszuweiten, wäre eine Grundgesetzänderung notwendig.Foto: IMAGO/A. Friedrichs/IMAGO/Andreas Friedrichs

    Um die Wehrpflicht auf Frauen auszuweiten, wäre eine Grundgesetzänderung notwendig.Foto: IMAGO/A. Friedrichs/IMAGO/Andreas Friedrichs

Berlin - Wenn man von Gleichberechtigung spricht, dann geht es oft um die Vorteile, die Männer in dieser Gesellschaft haben – und die eigentlich allen zustehen sollten. Das fing mal beim Wahlrecht an. Inzwischen geht es oft um Gehälter, Karrierechancen oder Redeanteile. Nun aber ist eine Debatte zur Gleichberechtigung entstanden, bei der es um eine Pflicht geht, von der Frauen in Deutschland bislang befreit waren: die Wehrpflicht. Nun wird diskutiert, ob sie man sie wieder einführen sollte – und ob sie dann auch für Frauen gelten sollte. Wenn es so wäre, müsste dafür das Grundgesetz geändert werden. Das wäre umständlich. Aber richtig.

Dass früher nur Männer beim Bund dienten, war logisch, da die Frauen meist zuhause waren und der Mann das Geld verdiente. Das ist heute zum Glück anders. Deshalb wäre es folgerichtig, auch Frauen zum Dienst zu verpflichten. Häufig heißt es, dass Frauen körperlich nicht für den Wehrdienst geeignet sein. Das ist aber so pauschal nicht richtig. Ja, Männer können im Schnitt mehr physische Leistung erbringen: Ihre Körper haben mehr Muskelmasse und mehr Testosteron. Doch eine sportliche Frau sticht einen unsportlichen Mann schnell mal aus.

Zumal der Bundeswehr auch Personal in Bereichen fehlt, in denen es ohnehin nicht nur um körperliche Leistung geht. Und generell sollte hierzulande klar sein: Was für Männer gilt, sollte auch für Frauen gelten – und umgekehrt.

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