Im Zusammenhang mit unserer Berichterstattung über die Äußerungen von Mercedes-Personalchefin Sabine Kohleisen bei der Eröffnung des E-Campus von Mercedes-Benz stellen wir klar, dass sich die Kritik an langen Bearbeitungszeiten in Ausländerbehörden nicht ausschließlich auf die Stadt Stuttgart oder den Stuttgarter OB Frank Nopper persönlich bezog.
Wörtlich sagte Kohleisen auf die Frage, was es brauche, um die besten Talente nach Stuttgart zu locken: „Insgesamt gilt natürlich auch für die Talente, dafür zu sorgen, dass die Infrastruktur gut ist, dass wir bezahlbaren Wohnraum haben und dann am Ende des Tages natürlich auch einen attraktiven Arbeitsplatz. … Es braucht ein offenes, ein interessiertes, ein perspektivoffenes Miteinander, und ich kann nur sagen, Fremdenfeindlichkeit ist ein Standortrisiko. Und wir tun alles dafür, dass bei uns im Hause mit Respekt und mit Achtung gearbeitet wird, und ich hoffe, dass das auch nach außen strahlt. Es ist sehr wichtig – sowohl für den Standort Baden-Württemberg als auch in Stuttgart –, natürlich dafür zu sorgen, dass wir die besten Talente hierher bekommen. Was braucht es dazu? Dazu braucht es eine gute Infrastruktur, eine gute Kinderbetreuung und so weiter. Wenn wir mit unseren internationalen Talenten sprechen, aus Indien, aus China, aus USA, ist eine große Hürde, um hierherzukommen, Bürokratie und Administration. Erhalt von Arbeitserlaubnis, Erhalt von Aufenthaltsgenehmigung. Es gibt verschiedene Projekte, unter anderem von der Landesregierung, hier auch einen Single Point of Contact zu etablieren, digital, um diese bürokratischen und administrativen Prozesse zu vereinfachen. Was wir nicht brauchen, sind große Schlangen vor Büros, das schreckt dann eher ab.“
