Stuttgart

Hotel nach Feuer in Lagerhalle evakuiert

In Zuffenhausen entsteht bei einem Gebäudebrand ein Schaden von mehreren Hunderttausend Euro.

  • Drei Stunden dauerte der Feuerwehreinsatz an. Die Flammen griffen  auch auf das Dach der Halle über.Foto: KS-Images.de/Karsten Schmalz

    Drei Stunden dauerte der Feuerwehreinsatz an. Die Flammen griffen auch auf das Dach der Halle über.Foto: KS-Images.de/Karsten Schmalz

Stuttgart - Eine große Rauchsäule über den Dächern von Zuffenhausen verhieß am Donnerstagvormittag nichts Gutes. Kurz nach 8.30 Uhr hatten zahlreiche Anwohnerinnen und Anwohner die Stuttgarter Feuerwehr alarmiert, weil in der Gottfried-Keller-Straße eine Lagerhalle in Flammen stand. Laut Polizei waren Arbeiter gerade dabei, Elektroschrott von einem Lastwagen abzuladen, als sie bemerkten, dass in dem aufgetürmten Haufen etwas brannte. Sie versuchten vergeblich, das Feuer zu löschen, wenig später griff es auf die Lagerhalle über. Nach Polizeiangaben entstand ein Schaden von mehreren Hunderttausend Euro.

Nach bisherigen Erkenntnissen wurde niemand verletzt. Aufgrund der immensen Rauchentwicklung löste die Feuerwehr jedoch eine Bevölkerungswarnung aus und rief Personen im Umkreis von 500 Metern um die Einsatzstelle dazu auf, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Außerdem sollten Lüftungsanlagen ausgeschaltet werden. Zur Sicherheit wurden zudem ein benachbartes Hotel und eine Flüchtlingsunterkunft geräumt. Ein weiteres Hotel wurde kontrolliert, weil dort eine Brandmeldeanlage ausgelöst hatte, es konnte aber weiter in Betrieb bleiben. Gegen 10.45 Uhr konnte die Bevölkerungswarnung aufgehoben werden und sämtliche Personen konnten in die Gebäude zurückkehren.

Der Feuerwehreinsatz dauerte noch bis 11.30 Uhr an. Die Kräfte – rund 70 waren insgesamt vor Ort – machten sich zunächst mit vier Löschrohren, davon eines über eine Drehleiter, an die Brandbekämpfung. Im Anschluss wurde die Halle mit zwei mobilen Lüftern der Feuerwehr entraucht. Darüber hinaus haben Spezialisten der Feuerwehr die Luft in der Umgebung gemessen und kontrollierten die umliegenden Gebäude auf Schadstoffe in der Luft. Eine Drohne der Feuerwehr kam ebenfalls zum Einsatz, mit ihrer Hilfe konnten die Löscharbeiten besser koordiniert und nach Glutnestern gesucht werden. „Schnelles Eingreifen hat Schlimmeres verhindert“, sagt Daniel Anand, Sprecher der Feuerwehr. Eine der Herausforderungen bei dem Einsatz sei die Evakuierung der vielen Personen gewesen.

Während des Einsatzes besetzten weitere Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr Stuttgart die leeren Feuerwachen 3 und 4.

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