Stuttgart

Hitzewelle überlastet Rettungssystem

Stuttgart - Die Hitzewelle Ende Juni hat das Rettungssystem in Stuttgart an seine Grenzen gebracht. Rettungsdienste und Kliniken waren derart überlastet, dass die Stadt für rund 30 Stunden eine „Außergewöhnliche Einsatzlage“ ausrufen musste, wie aus der am Dienstag veröffentlichten Antwort des Gesundheitsministeriums auf eine Anfrage der SPD-Landtagsfraktion hervorgeht.

Zeitweise standen demnach keine freien Rettungswagen mehr zur Verfügung, sodass die Berufsfeuerwehr die medizinische Erstversorgung von Patienten übernehmen musste. Um die Situation zu bewältigen, wurden zusätzliche Einheiten des Katastrophenschutzes alarmiert. An beiden Tagen waren jeweils zwei zusätzliche Rettungswagen und sieben Krankenwagen im Dienst.

Als Reaktion hat Gesundheitsminister Oliver Hildenbrand (Grüne) eine Taskforce eingerichtet, um bestehende Hitzeschutz-Aktivitäten stärker zu vernetzen und auszubauen. Geplant seien Hitzeschutzpläne für Krankenhäuser und Pflegeheime. Daten der Krankenkassen zufolge wurden allein in den Sommermonaten 2015 bis 2024 in Stuttgarter Kliniken fast 8700 Fälle mit Hitze-Diagnosen wie Kreislaufkollaps, Schwindel oder Flüssigkeitsmangel behandelt.

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