Stuttgart

Frodo und Sam haben eine neue Familie

Kaum sind die beiden Geparden in der Wilhelma, haben die Tiere auch schon Paten bekommen.

  • Erst im Juni sind die beiden Raubkatzen Frodo und Sam in der Wilhelma eingezogen. Jetzt haben die beiden Geparden Unterstützer bekommen.Foto: Wilhelma/Meierjohann

    Erst im Juni sind die beiden Raubkatzen Frodo und Sam in der Wilhelma eingezogen. Jetzt haben die beiden Geparden Unterstützer bekommen.Foto: Wilhelma/Meierjohann

Stuttgart - In der Stuttgarter Wilhelma befinden sich die beiden Gepardenbrüder Frodo und Sam erst seit gut zwei Monaten im Gehege unweit des Belvedere im Norden des Zoos. Jetzt haben die beiden flinken und eleganten Raubtiere die Herzen der von der Familie Schneider aus Holzgerlingen betriebenen Firma solutio GmbH & Co. KG erobert, die Praxisverwaltungssoftware für Zahnarztpraxen entwickelt. Und es ist nicht das erste Mal, dass sie sich als Patin engagiert. Zuvor war das Unternehmen schon Patin des Geparden-Männchens Haraka, das im November 2025 an den Zoo im norwegischen Kristiansand gegeben wurde.

Die Tiere stammen aus Münster

Kürzlich stand die Familie Scheider staunend am Gehege von Frodo und Sam, als sie die Patenschaftsurkunde von Wilhelma-Direktor Thomas Kölpin bekamen: David und Marc Schneider, gemeinsam mit Marcs Sohn, stellvertretend für die Familie Schneider.

Frodo und Sam sind im Juni aus dem Allwetterzoo Münster in ihr neues Zuhause in der Wilhelma gezogen. Dort hält und züchtet der Stuttgarter Zoo Geparde im Rahmen des Ex-Situ-Programms des europäischen Zooverbandes EAZA. Die beiden neuen Kater bringen frisches Blut in die Wilhelma und sollen hier für Nachwuchs sorgen. „Wir sind optimistisch, einen von beiden im nächsten Jahr mit unserem Weibchen Niara verpaaren und an unsere Zuchterfolge in der jüngsten Vergangenheit anknüpfen zu können“, hofft Kölpin. Für die Firma solutio, die Software und Praxismanagementlösungen für Zahnärzte entwickelt, ist die Verbindung zu den Geparden in der Wilhelma nicht nur ein symbolisches Engagement, wie sie sagen.

Schutz einer bedrohten Tierart

Denn es steckt noch mehr dahinter: Der Gepard prägt seit vielen Jahren den Markenauftritt ihrer Praxissoftware. Marc Schneider erklärt: „Der Gepard ist für solutio weit mehr als ein Markensymbol. Er ist zu einem Sinnbild unseres Unternehmens geworden und steht für Werte wie Schnelligkeit, Präzision und Intelligenz, die unsere tägliche Arbeit prägen.“ Auch David Schneider betont die Bedeutung des Engagements gerade für diese Tierart: „Unternehmerischer Erfolg und gesellschaftliche Verantwortung gehören für uns untrennbar zusammen. Mit der Unterstützung der Wilhelma möchten wir auf eine bedrohte Tierart aufmerksam machen und gleichzeitig das Bewusstsein für den internationalen Artenschutz stärken. Es freut uns besonders, dass wir diese Patenschaft als Familie übernehmen konnten.“

Schnellstes Landtier der Welt

Tierwelt
Der Gepard ist das schnellste Landtier der Welt. Er kommt vorwiegend in den Savannen und Trockenlandschaften des östlichen und südlichen Afrikas vor; eine kleine Restpopulation lebt zudem im Iran. Bei der Jagd, in der Regel auf Gazellen und kleine Antilopen, ist er auf weitläufige, offene Lebensräume angewiesen. Aufgrund von Lebensraumverlust, Mensch-Tier-Konflikten, schwindenden Beutetierbeständen und genetischer Verarmung, isolierter Teilpopulationen, gilt die Art als gefährdet.

Förderung
Die Wilhelma und ihr Förderverein unterstützen seit 2021 den Cheetah Conservation Fund in Namibia dabei, eine friedliche Koexistenz zwischen Geparden und den Menschen mit ihren Viehherden zu ermöglichen. Am Sonntag, 16. August, gibt es von 11 bis 17 Uhr in der Wilhelmaschule Einblicke in die Welt der Raubtiere. Die Aktionsgemeinschaft Artenschutz berichtet von ihrer Arbeit im Gepardenprojekt.

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