Stuttgart

Eine kleine Zeitreise auf zwei Rädern

Der erste Tweed Ride Stuttgart startet am 13. September am Straßenbahnmuseum in Bad Cannstatt.

  • Historische Kleidung und Fahrräder sind beim ersten Tweed Ride Stuttgart zu sehen.Foto: Tweed Ride/Olga Commichau

    Historische Kleidung und Fahrräder sind beim ersten Tweed Ride Stuttgart zu sehen.Foto: Tweed Ride/Olga Commichau

Stuttgart - Eine kleine Zeitreise auf zwei Rädern verspricht der Tweed Ride Stuttgart, der am Sonntag, 13. September, am Straßenbahnmuseum in Bad Cannstatt beginnt. Los geht es um 14 Uhr, zum Auftakt spielt das Duo Ännie & Jogs Musik aus den 1930er und 1940er Jahren. Die Teilnehmer fahren in historischer Kleidung und mit klassischen Fahrrädern durch die Stadt.

„Wir organisieren diese nostalgische Fahrt zum ersten Mal“, sagt Olga Commichau, die bei der Premiere auf 30 bis 40 Radfahrer hofft. „Wie viele letztlich kommen werden, ist aber offen, weil keine Anmeldung nötig ist.“ Vom Treffpunkt im Veielbrunnenweg 3 geht es in Richtung Stuttgart-Süd. Bei der stilvollen Tour – erlaubt sind nur Räder bis einschließlich Baujahr 1980 – gilt die Straßenverkehrsordnung. Die Teilnahme erfolgt auf eigene Gefahr. „Es wird aber gemütlich gefahren.“ Das beste Outfit und das beste Fahrrad werden prämiert. Außerdem gibt es eine Fotostation, an der „die schönsten Momente mit Freunden festgehalten werden können“, sagt Commichau.

Hinter dem Tweed Ride steht eine rund 20-köpfige Gruppe, die sich seit etwa eineinhalb Jahren für historische Mode und Salonkultur aus der Zeit zwischen 1840 und 1940 begeistert. Die Mitglieder sind unterschiedlichen Alters und kommen aus verschiedenen Berufen. Viele stellen ihre Outfits mit Liebe zum Detail zusammen, besuchen Flohmärkte und nähen einzelne Stücke selbst. Die Gruppe trägt ihre historische Kleidung auch bei gemeinsamen Ausflügen – etwa bei einem Picknick im Blühenden Barock in Ludwigsburg oder bei einer Fahrt mit einem Schaufelraddampfer der königlich württembergischen Bodensee-Flotte. Selbst eine Stadtrundfahrt durch Stuttgart im roten Cabrio-Bus aus dem Jahr 1927 stand schon auf dem Programm.

Olga Commichau, die für einen Großteil der Veranstaltungen verantwortlich ist, hat auch schon gemeinsam mit einem Musiker einen Hommage-Abend rund um das Theremin organisiert, ein ungewöhnliches, elektronisches Instrument aus den 1920er Jahren.

Egal ob auf See, im Park oder in einem Fahrzeug: Mit ihrer historischen Kleidung fällt die Gruppe auf. „Bislang hatten wir keine unangenehmen Begegnungen. Im Gegenteil: Meist reagieren Passanten neugierig“, sagt Olga Commichau. Eindrücke und weitere Informationen gibt es auf Instagram unter „olga_salon_stuttgart“.

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