Stuttgart

„Eine großartige Stadt!“

Was läuft gut in Stuttgart? – das hat unsere Redaktion die Leserinnen und Leser gefragt. Das Echo zeugt von einer lebenswerten Stadt, die bei allen Schwächen auch viele Stärken hat.

Stuttgart - In Stuttgart wird viel gemeckert und gebruddelt – Baustellen und andere Ärgernisse geben dazu Anlass. Das bildet jedoch nicht die ganze Wirklichkeit ab. „Was läuft gut in Stuttgart? Was verdient Lob?“ wollten wir von den Leserinnen und Lesern wissen und haben etliche positive Antworten erhalten. Dazu erscheint in den nächsten Wochen in loser Folge eine Artikelreihe. Zum Auftakt schon mal einige Stimmen.

Ulrike Krawczyk ist von unserer – nicht-repräsentativen – Umfrage angetan: „Ein großes Dankeschön für diese Aktion und die Anregung, den Blick auf das zu richten, was in unserer Stadt gut läuft. Ich genieße den Blick vom Santiago-de-Chile-Platz Richtung Stadt, den wunderschönen Schlossplatz, wo ich gerne auf einer der Bänke raste und das entspannte Treiben beobachte, und den Innenhof des Alten Schlosses – eine Oase der Ruhe im Innenstadttrubel.“

Neben diesen Dingen trägt etwas anderes maßgeblich zur Lebensqualität von Frau Krawczyk bei: „Das sind die vielen ‚Mosaiksteine‘ des bürgerschaftlichen Engagements und des Miteinanders in meinem Stadtteil Weilimdorf. Das alles trägt dazu bei, dass ich trotz mancher Probleme der Stadt und des Stadtteils sehr gerne hier lebe und nun mit 73 Jahren meinen ersten Leserbrief geschrieben habe.“ Stuttgart – die liberale, tolerante Stadt. Daniela Steinhoff hebt auf dieses Charakteristikum ab. In ihrem „Brief an das großartige Stuttgart“ schreibt sie: „Liebes Stuttgart, weißt du, was ich an dir liebe? Dass du es ganz selbstverständlich schaffst, dass so viele Menschen hier die Vielfalt des Lebens respektieren.“ Das liege an einer „tief verwurzelten, positiv ausstrahlenden Grundhaltung der Stadt“, meint die Leserin: „Sie vermittelt uns, dass Unterschiede keine Bedrohung sind, sondern im Gegenteil bereichernd oder doch zumindest einfach ganz normal.“

Daria Schulz, Tochter eines Heimatvertriebenen, in Stuttgart geboren und zuhause, freut sich „an den Fußgängerzonen, dem grünen U, einem gut bestückten Wochenmarkt, einem funktionierenden Dreispartenhaus, überhaupt an Kunst und Kultur: All das ist meine Heimat! Ich übe mich im Dennoch: Obwohl ich die dunklen Seite der Stadt wahrnehme, liebe ich mein Stuttgart.“

Die grüne Stadt – dieser Pluspunkt begegnet uns in vielen Zuschriften. „Stuttgart mit seiner eindrucksvollen Topgraphie ist eine der schönsten Städte Deutschlands“, schreibt Roland Schmidt: „Die umfangreichen Waldgebiete dienen perfekt der Naherholung. Im Osten finden sich großflächig Weinanbaugebiete. Daraus resultiert der alte Wahlspruch „Großstadt zwischen Wald und Reben“. Für Hilke Paulsen aus Donauwörth ist Stuttgart eindeutig ihre „Lieblingsstadt – auch wenn ich leider nicht mehr hier wohne. Ich liebe an Stuttgart das viele Grün. Außerdem gibt es gleich zwei Schlösser mitten in der Stadt – wer hat schon so etwas zu bieten. Jeden Tag freue ich mich, wenn die Zeitung aus Stuttgart in meinem Postkasten liegt und ich erfahre, was es in meiner Lieblingsstadt Neues gibt.“

Vereine, Initiativen, Gemeinden und Jugendarbeit als Pluspunkte

Auf der Positiv-Seite tauchen immer wieder auch die Stuttgarter Mineralbäder auf. Heide Werner aus Botnang meint: „Vor allem schätze ich die Mineralquellen. Diese tragen zur Gesundheit und Nicht-Vereinsamung bei. Ganz wichtig und nicht zu vergessen: das ASV Freibad in Botnang, welches über wunderbare Quellwasser-Qualität verfügt.“

Mehrfach genannt wird zudem der öffentliche Nahverkehr VVS. So von Uwe Frerichs: „Wir konnten vergleichbare Systeme in Hannover, Frankfurt und Berlin testen. Jetzt sind wir zurück. Unsere Gäste sind begeistert von den vielen Zielen und der Sauberkeit der Bahnen hier.“ Martina Lemke freut sich am Stadtmobil: „Tolles Angebot zusätzlich zu den in der Innenstadt doch gut ausgebauten öffentlichen Verkehrsmitteln.“

Arno Kambeck geht in die Details. Er lobt die Arbeit der städtischen Kinderbeauftragten, das „Büro des Gemeinderats“ und die Quartiersarbeit des Grundschulförderverein Stuttgart-Mühlhausen. Ähnlich äußern sich andere Leser. Sie nennen Sport- und Bürgervereine, Nachbarschaft-Initiativen, Kirchengemeinden, die Spielplätze, die Jugendarbeit und vieles mehr als Pluspunkte Stuttgarts.

Es gibt allerdings auch andere Stimmen: „Was läuft gut in Stuttgart? Nicht mehr viel!“, meint Bärbel Kerkau: „Straßen und Gehwege verkommen. Stuttgart steht mit dem Rücken zur Wand.“

Auch die Stadt selbst befragt regelmäßig ihrer Bürger. Alle zwei Jahre gibt es die große Bürgerumfrage der Stadt; 2025 zuletzt, 2027 erneut. Direkt und an höchster Stelle Rückmeldung geben kann man bei der Sommertour von OB Frank Nopper. Zwischen 27. August und 12. September besucht der CDU-Politiker 13 Stadtbezirke, um sich ein Bild zu machen und ins Gespräch zu kommen. Zu Besuch ist er (in dieser Reihenfolge) in Hedelfingen, Birkach, Feuerbach, Mühlhausen, S-Ost, S-Mitte, Degerloch, S-West, S-Nord, Möhringen, Weilimdorf, Stammheim und Wangen. Die Termine und Treffpunkte findet man auf der Website der Stadt Stuttgart.

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