Stuttgart

Ausstellung über die Schrecken des Krieges

Der Mensch hinter den Zahlen – die Fotos des renommierten Journalisten Till Mayer zeigen, was Krieg bedeutet.

Stuttgart - „Wenn die Kameras der Kollegen aus den Krisen- und Kriegsgebieten abziehen, dann komm ich!“, sagt Till Mayer. Der vielfach ausgezeichnete Fotojournalist zeigt, dass der Krieg nicht vorbei ist, wenn die Waffen schweigen. Er zeigt den Menschen hinter den nüchternen Kriegszahlen. Eine Ausstellung seiner Fotos wird am Donnerstag, 17. September, um 19.30 Uhr in der Himmelfahrtskirche Schönberg eröffnet. Till Mayer wird am 17. September persönlich in die Ausstellung einführen. Die Schau wird organisiert vom Bürgerverein Schönberg und unterstützt von Pulse of Europe.

Was Krieg bedeutet

In der Ausstellung „erschüttert“ erzählen zwölf Menschen, was Krieg bedeutet. Da ist die zwölfjährige Shahed, die im Irak Mutter und Bruder verliert. Und ihr rechtes Bein, als eine Bombe explodiert. Oder die betagte Valentina, die nahe der Front in der Ost-Ukraine bei Beschuss immer wieder in einem Gemüsekeller Schutz suchen muss. Fast nur noch alte Menschen leben in ihrem Dorf wenige Kilometer hinter dem Schützengraben.

Ein Bauer aus dem Kongo überlebt schwer versehrt einen Granateneinschlag. Jedoch nicht seine Frau und seine Kinder.

Folgen für Zivilisten

In bewegenden Fotografien und persönlichen Berichten macht Till Mayer sichtbar, welche Folgen bewaffnete Konflikte für Zivilistinnen und Zivilisten weltweit haben. Die Explosionen von Bomben und Granaten erschüttern ein Leben lang. Weil Beine und Arme nicht nachwachsen können, geliebte Menschen nicht wiederkehren. Weil die Zeit eben nicht alle Wunden heilt, wenn die Seele tief verletzt ist. Und weil es Menschen mit Behinderungen in Krisengebieten besonders schwer haben, ein Leben in Würde zu führen.

Die von Till Mayer zusammen mit Handicap International kuratierte Ausstellung zeigt nicht nur Leid und Verlust, sondern auch Mut, Hoffnung und den Kampf um Würde und Teilhabe. Sie hatte ihre Premiere im Deutschen Bundestag in Berlin – jetzt ist sie zu Gast in der Himmelfahrtskirche.

Die Schau ist geöffnet am 20. und 27. September und am 4. und 10. Oktober jeweils von 14 bis 18 Uhr, für Gruppen nach Vereinbarung. Finissage am 15. Oktober um 19.30 Uhr. Weitere Infos unter: https://www.im-schoenberg.de

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