Stuttgart

Ausbau des Radschnellwegs geht weiter

Anfang Oktober beginnen an der Geroksruhe die nächsten Arbeiten. Bis Ende 2028 soll bis zur Ruhbank ein neuer Geh- und Radweg entstehen.

  • Schrittweise wird der Radschnellweg von der Haltestelle Payerstraße zum Fernsehturm ausgebaut.Foto: Sebastian Steegmüller

    Schrittweise wird der Radschnellweg von der Haltestelle Payerstraße zum Fernsehturm ausgebaut.Foto: Sebastian Steegmüller

Stuttgart - Autofahrer müssen sich auf der Einfallstraße vom Fernsehturm nach Stuttgart-Ost erneut auf Bauarbeiten einstellen. Leitungsarbeiten sind aber dieses Mal nicht die Ursache: Im Oktober wird der Ausbau der Radschnellverbindung zwischen den Haltestellen Geroksruhe und der Ruhbank fortgesetzt. Stadtauswärts ist der Abschnitt in der Pischekstraße seit Sommer 2025 fertiggestellt.

Die neue Hauptradroute 41 ist Teil der geplanten, insgesamt rund 25 Kilometer langen Radschnellverbindung von Stuttgart über Ostfildern nach Kirchheim unter Teck. Zugleich gehört sie zum städtischen Hauptradroutennetz und soll nach Angaben der Stadt eine leistungsfähige, komfortable und sichere Verbindung für den Radverkehr zwischen den Stadtbezirken Ost, Süd und Sillenbuch ermöglichen. Die ersten Vorarbeiten haben auf der Jahnstraße und der Mittleren Filderstraße bereits stattgefunden. Massive Betonklötze für provisorische Ampeln wurden aufgestellt. Ab Montag, 5. Oktober, wird dann ab der Geroksruhe die Mittelleitplanke zurückgebaut, um im Bereich der stadtauswärts führenden Fahrspur Platz für den Ausbau des künftigen Geh- und Radwegs zu schaffen. Die Gesamtfertigstellung bis zur Ruhbank ist für Ende 2028 geplant.

Nach Angaben der Stadt kann es wegen der Bauarbeiten kurzfristig zu Sperrungen kommen, die zum gegebenen Zeitpunkt bekannt gegeben werden. Nach Fertigstellung des Radstreifens steht Autofahrern in Richtung Fernsehturm – wie schon in der Pischekstraße – nur noch eine Fahrspur zur Verfügung.

Der neue Geh- und Radweg wird zwischen der Geroksruhe und der Ruhbank bis zu sechs Meter breit und aus einem nachhaltigen Asphalt auf Cashew-Basis bestehen. Er ist für Fußgänger und Radfahrer in beide Richtungen nutzbar und durch einen Grünstreifen von der Fahrbahn getrennt. Auf diesem 1,75 Meter breiten Sicherheitsbereich, der nach Angaben der Stadt über einen innovativen Regenwasserspeicher verfügt, werden 64 neue Bäume gepflanzt.

Auch unterhalb der Geroksruhe sind weitere Maßnahmen geplant. Der Radweg in Richtung Stuttgart-Ost soll dort nicht wie in Gegenrichtung parallel zu den Stadtbahngleisen verlaufen, sondern durch die Gänsheidestraße. Zudem will die Stadt den Einstieg in den Radschnellweg an der Haltestelle Payerstraße verbessern. Bislang erreichen Radfahrer die bergauf führende Spur in der Pischekstraße entweder über einen hohen Bordstein oder nur über die große Kreuzung im Verkehr. Künftig soll es eine durchgängige Verbindung ab der Planckstraße geben.

Die Gesamtkosten der Maßnahme werden nach aktuellem Kostenstand rund 14 Millionen Euro betragen. Das Vorhaben wird vom Land Baden-Württemberg mit rund 7,3 Millionen gefördert. Zusätzlich unterstützt der Bund das Vorhaben mit rund 800.000 Euro aus dem Klima- und Transformationsfonds.

Im Zuge der Baumaßnahme wird die Fahrbahn auf mehreren Abschnitten saniert: stadteinwärts zwischen den Haltestellen Stelle und Geroksruhe sowie stadtauswärts in der Mittleren Filderstraße bis zur Ruhbank. In der Jahnstraße wird der Asphalt im Bereich zwischen Mittlerer Filderstraße und Kirchheimer Straße komplett erneuert.

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