Stuttgart

Artenschutz weltweit: Diese Tiere benötigen Hilfe

Die Wilhelma lädt zum Artenschutztag ein. Der Stuttgarter Zoo und 15 Organisationen zeigen ihre Projekte, vom Schneeleoparden bis zum Rebhuhn vor der Haustür. Wie jeder helfen kann.

  • Der Nabu stellt am internationalen Artenschutztag in der Wilhelma Schutzprojekte für Schneeleoparden in Kirgistan vor.Foto: Wilhelma Stuttgart/Stefanie Reska

    Der Nabu stellt am internationalen Artenschutztag in der Wilhelma Schutzprojekte für Schneeleoparden in Kirgistan vor.Foto: Wilhelma Stuttgart/Stefanie Reska

Stuttgart - Die Stuttgarter Wilhelma wird am Sonntag, 6. September, zum Treffpunkt für Naturschützerinnen und Naturschützer. Sie zeigt mit Partnerorganisationen aus Baden-Württemberg und aller Welt, wo sie sich im Artenschutz engagiert. Über das Gelände der Wilhelma verteilt geben Informations- und Mitmachstände von rund 15 Organisationen aus Baden-Württemberg und weltweit Einblicke in ihr Engagement für den Artenschutz – vom bedrohten Gorilla bis zur Eule oder Fledermaus vor der Haustür.

Neu mit dabei sind unter anderem die Forschungsgemeinschaft zum Erhalt einheimischer Eulen (FOGE) und der Landschaftserhaltungsverband (LEV) Ludwigsburg, der zeigt, mit welchen Maßnahmen das in Baden-Württemberg vom Aussterben bedrohte Rebhuhn wieder eine Zukunft bekommen soll. Die Aktionsgemeinschaft Artenschutz (AGA) stellt ein Schutzprojekt für Meeresschildkröten in Kenia vor und am Stand des Nabu dreht sich alles um die Schneeleoparden in Kirgistan. Im Ausgangsbereich des Amazonashauses berichtet Caspar Bijleveld von seiner Artenschutzarbeit im mittelamerikanischen Belize. Er ist Direktor des Papilioramas in Kerzers in der Schweiz und Gründungsmitglied der Corozal Sustainable Future Initiative (CSFI). Zusammen mit der Wilhelma sorgt er durch den Ankauf von Land für den Schutz von Regenwald in Belize. Mit der Finanzierung von Rangergehältern wird die Biodiversität in Mittelamerika geschützt. Mehr über das „Zootier des Jahres“, den Kronenkranich, können Besucher bei der Zoologischen Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz (ZGAP) erfahren. Und das Hauptzollamt Stuttgart klärt über den Schmuggel geschützter Arten auf.

„Artenschutz beginnt mit dem Verständnis dafür, dass das Überleben einer Art immer auch von ihrem Lebensraum und einem funktionierenden Ökosystem abhängt“, erklärt Wilhelma-Direktor Thomas Kölpin. Das will die Wilhelma beim Artenschutztag sichtbar machen mit den Partnern, die unter unterschiedlichsten Bedingungen auf verschiedenen Kontinenten arbeiten. „Wir möchten unseren Besucherinnen und Besuchern zeigen, was mit Fachwissen, Ausdauer und gemeinschaftlichem Engagement erreicht werden kann“, so Kölpin.

Die Wilhelma hält und vermehrt in wissenschaftlich koordinierten Ex-Situ-Programmen bedrohte Arten, baut Reservepopulationen auf und schützt zugleich Tiere, Pflanzen und ihre Lebensräume in der Natur. Seit 2022 ist sie Mitglied der internationalen Weltnaturschutzunion IUCN und erfasst im neu gegründeten IUCN Center for Species Survival (CSS), den Gefährdungsstatus von Reptilien und Orchideen auf der Roten Liste der IUCN. Gleichzeitig unterstützt die Wilhelma rund 40 In Situ-Artenschutzprojekte in aller Welt mit mehr als einer Million Euro seit 2023.

Dabei hilft der Artenschutz-Euro, den die Besucher über den Eintritt in die Wilhelma freiwillig bezahlen. Hinzu kommen die Unterstützung durch den Verein der Freunde und Förderer der Wilhelma sowie Spenden von Einzelpersonen und Firmen.

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