Vor gefälschten Mails von Steuerprogrammen wie ELSTER oder Zasta warnt die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. „Kriminelle versuchen so, Daten von Verbrauchern abzugreifen“, teilte die Zentrale am Mittwoch mit.
Die derzeit kursierenden Mails ähnelten auf den ersten Blick einer echten Mitteilung des Finanzamtes. Sie tragen etwa den Schriftzug „ELSTER. Ihr Online-Finanzamt“ in Grün und Grau, eine offiziell wirkende Steuernummer und weisen darauf hin, dass im Portal eine neue Benachrichtigung verfügbar sei. Die Angeschriebenen werden im weiteren Text der Nachricht dazu aufgefordert, ihr Konto zu aktualisieren und zu synchronisieren, um die Benachrichtigung im Portal öffnen zu können. Sie sollen dazu auf einen Link in der Mail klicken und alle erforderlichen Daten eingeben.
Auf persönliche Anrede achten
„Gerade, wenn man alles rund um die Steuer schnell erledigt haben möchte und Fristen näher rücken, kann es passieren, dass man vorschnell auf solche Links klickt“, sagt Oliver Buttler von der Verbraucherzentrale.
Er empfiehlt daher, eingehende Mails genau anzuschauen: Bei den gefälschten Mails steht neben dem Namen „info@elster.de“ noch die E-Mail-Adresse eines spanischen Sicherheitsunternehmens und statt einer persönlichen Anrede nur ein allgemeines „Hallo“.
„Wer für seine Steuererklärung das Portal ELSTER oder eine ähnliche Steuersoftware nutzt, sollte sich am besten direkt dort einloggen und dort prüfen, ob es neue Benachrichtigungen gibt“, rät Buttler. Keinesfalls sollten Angeschriebene sensible Informationen wie Anmeldedaten, Passwörter oder Ähnliches auf der in der Mail verlinkten Seite eingeben.

