Stuttgart - Das schwere Gewitter samt Starkregen, das am Freitagabend über Stuttgart und die Region gefegt ist, hat einige Schäden angerichtet und die Einsatzkräfte in Atem gehalten. Viele gemütliche Grillabende und Freizeitaktivitäten gingen kurz nach 20 Uhr abrupt zu Ende. Der Deutsche Wetterdienst hatte zuvor vor starken Windböen, Starkregen und Hagel im Talkessel gewarnt.
Der Pressesprecher der Stuttgarter Feuerwehr, Daniel Anand, teilte auf Nachfrage mit, dass die Feuerwehr wegen der Sturmschäden zu rund 50 Einsätzen ausrücken musste. Die Integrierte Leitstelle wurde wegen der vielen Notrufe personell verstärkt und arbeitete die Einsätze nach Dringlichkeit ab. Vielerorts stürzten Bäume um, auf Straßen – etwa in der Nähe der Uni Stuttgart am Campus Vaihingen – aber auch auf Autos. In einigen Unterführungen stand das Wasser kniehoch. Zu den größeren Einsätzen gehörte ein umgestürzter Baum in der Büsnauer Straße in Vaihingen. In der Rotenwaldstraße riss ein umgestürzter Baum eine Stromleitung ab. In der Vogelsangstraße und in der Leonberger Straße blockierten umgestürzte Bäume die Zufahrt zu einem Klinikgebäude.
Insgesamt waren bis spät in die Nacht mehr als 120 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr im Einsatz. Schwerer Verletzte hat es in der Unwetternacht offenbar keine gegeben.
