Stuttgart

Schnäppchen in der letzten Stuttgarter Filiale

Die Einrichtungskette Depot zieht die Reißleine und schließt zahlreiche Standorte, darunter auch in Feuerbach. Ein Neuanfang soll die Marke retten.

Stuttgart - Reduzierte Ware, leere Regale: Der Räumungsverkauf der letzten Stuttgarter Depot-Filiale an der Stuttgarter Straße in Feuerbach ist schon in vollem Gange. Spätestens zum 31. Juli wird das Geschäft schließen – je nachdem, wie schnell die Restposten abverkauft werden. Durch die Insolvenz sind erst einmal 66 Filialen der Dekorations- und Einrichtungskette betroffen und werden schließen. „Es geht wirtschaftlich leider nicht anders“, sagte Geschäftsführer Christian Gries der Deutschen Presse-Agentur. „Wir können nur Läden betreiben, die rentabel sind.“ Laut Gries bleiben vorerst mehr als 80 Filialen bestehen. Weitere Schließungen seien allerdings möglich, da Verhandlungen mit Vermietern noch laufen.

Etwa 330 Beschäftigte verlieren ihren Arbeitsplatz, hinzu kommen Stellenstreichungen in der Zentrale. Das Unternehmen mit Sitz in Großostheim hatte im Mai erneut Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt. Gries nannte als Gründe unter anderem Zölle, die zunehmende Konkurrenz durch Online-Plattformen wie Temu sowie die Kaufzurückhaltung der Kundinnen und Kunden. Es ist noch gar nicht so lange her, da war Depot mit rund 400 Filialen aus den deutschen Innenstädten und Einkaufszentren kaum wegzudenken. Nach einer ersten Insolvenz war das Netz aber bereits auf 155 Läden zusammengeschrumpft. Depot will aber nicht komplett aufgeben. Geplant ist eine Neuausrichtung hin zu modernen „Concept-Stores“, bei denen auch andere Marken ins Sortiment integriert werden könnten.

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