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Kommentar: Ein Skandal erster Güte

Kommentar: Ein Skandal erster Güte

Wo eigentlich ist Donald Trump? Diese Frage haben sich in den vergangenen Wochen viele WM-Beobachter gestellt. In den Stadien seines großartigen Landes tauchte der US-Präsident nicht auf. Der 80-Jährige schaute lieber Käfigkämpfe vor dem Weißen Haus. Nun aber hat sich Trump bei der Fußball-WM zu Wort gemeldet und sich bei der Fifa dafür bedankt, den rot-gesperrten US-Stürmer Folarin Balogun begnadigt zu haben – nachdem er und seine Administration offenbar massiv darauf hingewirkt hatten.

Die politische Einflussnahme ist ein Skandal erster Güte mit unabsehbaren Folgen. Die Glaubwürdigkeit dieser Sportart, die Millionen Menschen auf der Welt lieben, steht auf dem Spiel.

Insgesamt lässt das unglaubliche Geschehen tief blicken. Es weist erneut darauf hin, wie verdorben, man kann es nicht anders sagen, die Fifa-Führungsspitze und der US-Präsident sind. Eigentlich sollten der Weltverband und sein Boss Gianni Infantino die Integrität des Wettbewerbs schützen. Stattdessen verkaufen sie den Fußball an einen unredlichen Machtpolitiker, der von der Bedeutung dieses Spiels ohnehin keine Ahnung hat.

Das dürfen sich die nationalen Verbände, auch der Deutsche Fußball-Bund, nicht bieten lassen. Sie müssen aufbegehren, Infantino vom Hof jagen und die Fifa-Machtstrukturen zerschlagen. Ansonsten kann man gleich aufhören zu spielen.

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