Baden-Württemberg

Zehn der schönsten Häuser in der Region Stuttgart

Schön wohnen am Rande idyllischer Streuobstwiesen in Schorndorf oder mit Blick auf den Wald in Esslingen. Wir zeigen zehn der architektonisch gelungensten Einfamilienhäuser in der Region Stuttgart im Überblick – von außen und von innen.

  • Vielfach ausgezeichnetes Einfamilienhaus in einem Wohngebiet in Pliezhausen, entworfen von Steimle Architekten aus Stuttgart.Foto: Steimle Architekten/Brigida González

    Vielfach ausgezeichnetes Einfamilienhaus in einem Wohngebiet in Pliezhausen, entworfen von Steimle Architekten aus Stuttgart.Foto: Steimle Architekten/Brigida González

  • Der  Stuttgarter Architekt Thomas Steimle entwarf dieses Einfamilienhaus aus Beton mit sechseckigem Grundriss für eine vierköpfige Familie in Pliezhausen. Das Haus E20 hat viele Preise erhalten, jüngst für „Beispielhaftes Bauen“ von der Architektenkammer Baden-Württemberg.Foto: Brigida González/Steimle Architekten

    Der Stuttgarter Architekt Thomas Steimle entwarf dieses Einfamilienhaus aus Beton mit sechseckigem Grundriss für eine vierköpfige Familie in Pliezhausen. Das Haus E20 hat viele Preise erhalten, jüngst für „Beispielhaftes Bauen“ von der Architektenkammer Baden-Württemberg.Foto: Brigida González/Steimle Architekten

  • Wohnbereich mit Kamin und sechs Metern Raumhöhe.Foto: Brigida González/Steimle Architekten

    Wohnbereich mit Kamin und sechs Metern Raumhöhe.Foto: Brigida González/Steimle Architekten

  • Vorne zugeknöpft: Auf einem Grundstück von rund 600 Quadratmetern in einem Neubaugebiet in Kirchheim unter Teck steht dieses Haus für eine vierköpfige Familie, das als Massivbau in monolithischer Ziegelbauweise gemauert wurde. Durch besonders gute Wärmedämmeigenschaften der dabei verwendeten Ziegel kommt so ein Bau weitgehend ohne Wärmeverbundsystem aus.Foto: Zooey Braun/Holzer Architekten

    Vorne zugeknöpft: Auf einem Grundstück von rund 600 Quadratmetern in einem Neubaugebiet in Kirchheim unter Teck steht dieses Haus für eine vierköpfige Familie, das als Massivbau in monolithischer Ziegelbauweise gemauert wurde. Durch besonders gute Wärmedämmeigenschaften der dabei verwendeten Ziegel kommt so ein Bau weitgehend ohne Wärmeverbundsystem aus.Foto: Zooey Braun/Holzer Architekten

  • Auf der Gartenseite ist das Gebäude fast vollständig verglast und gibt den Blick frei auf den inneren Aufbau. Das Einfamilienhaus wurde unter die „Häuser des Jahres 2019“ gewähltFoto: Zooey Braun/Holzer Architekten

    Auf der Gartenseite ist das Gebäude fast vollständig verglast und gibt den Blick frei auf den inneren Aufbau. Das Einfamilienhaus wurde unter die „Häuser des Jahres 2019“ gewähltFoto: Zooey Braun/Holzer Architekten

  • Holz trifft auf Beton und Glas in dem von dem Stuttgarter Architekten Thilo Holzer entworfenen preisgekrönten Einfamilienhaus in einem Neubauviertel in Kirchheim unter Teck im Landkreis Esslingen.Foto: Zooey Braun/Holzer Architekten

    Holz trifft auf Beton und Glas in dem von dem Stuttgarter Architekten Thilo Holzer entworfenen preisgekrönten Einfamilienhaus in einem Neubauviertel in Kirchheim unter Teck im Landkreis Esslingen.Foto: Zooey Braun/Holzer Architekten

  • Der Architekt Michael Balz entwarf das Einfamilienhaus im Jahr 1979 am Rande des Landschaftsschutzgebietes in Leinfelden-Echterdingen. Noch heute besuchen Architektengruppen das Haus, der Architekt hat über die Jahrzehnte hinweg weltweit Vorträge zu der Bauart mit Betonschalen gehalten.Foto: Uli Regenscheid

    Der Architekt Michael Balz entwarf das Einfamilienhaus im Jahr 1979 am Rande des Landschaftsschutzgebietes in Leinfelden-Echterdingen. Noch heute besuchen Architektengruppen das Haus, der Architekt hat über die Jahrzehnte hinweg weltweit Vorträge zu der Bauart mit Betonschalen gehalten.Foto: Uli Regenscheid

  • Blick von der Schlafkoje hinunter auf den Wohn-Essbereich des Hauses und rechts auf die nach Osten liegende FrühstücksterrasseFoto: Horst Rudel

    Blick von der Schlafkoje hinunter auf den Wohn-Essbereich des Hauses und rechts auf die nach Osten liegende FrühstücksterrasseFoto: Horst Rudel

  • Das 2019 fertig gestellte „Fineway House“ vom Stuttgarter Architekten Alexander Brenner in Reutlingen. Inspiriert wurde die Gebäudeform auch von der nahe gelegenen Burgruine, ist aber „als zeitgemäße, humanistische Burg’ gedacht“, schreibt der Architekt in dem Buch „Holistic Art Of Building. Villas and Houses 2015-2022. . (Verlag Park Books) über seine jüngsten Villen und Wohnhäuser.  Um „Einblicke zu vermeiden“ wollten, gibt sich das Haus bei der hangseitigen Fassade eher zugeknöpft und verschlossen, aber . . .Foto: Verlag Park Books /Zooey Braun

    Das 2019 fertig gestellte „Fineway House“ vom Stuttgarter Architekten Alexander Brenner in Reutlingen. Inspiriert wurde die Gebäudeform auch von der nahe gelegenen Burgruine, ist aber „als zeitgemäße, humanistische Burg’ gedacht“, schreibt der Architekt in dem Buch „Holistic Art Of Building. Villas and Houses 2015-2022. . (Verlag Park Books) über seine jüngsten Villen und Wohnhäuser. Um „Einblicke zu vermeiden“ wollten, gibt sich das Haus bei der hangseitigen Fassade eher zugeknöpft und verschlossen, aber . . .Foto: Verlag Park Books /Zooey Braun

  • . . . ein Blick ins Haus zeigt, das Gebäude  selbst gibt sich im Inneren mitsamt der Feier der landschaftlichen Aussicht durchaus licht, hell und offen.Foto: Verlag Park Books/Zooey Braun

    . . . ein Blick ins Haus zeigt, das Gebäude selbst gibt sich im Inneren mitsamt der Feier der landschaftlichen Aussicht durchaus licht, hell und offen.Foto: Verlag Park Books/Zooey Braun

  • Am Steilhang: Ein Blick in das von Architekt Thomas Sixt Finckh entworfene Einfamilienhaus in zweiter Reihe in Esslingen – Wohnglück auf 95 Quadratmetern inmitten der Natur.Foto: Thomas Sixt Finckh

    Am Steilhang: Ein Blick in das von Architekt Thomas Sixt Finckh entworfene Einfamilienhaus in zweiter Reihe in Esslingen – Wohnglück auf 95 Quadratmetern inmitten der Natur.Foto: Thomas Sixt Finckh

  • In der oberen Etage befindet sich die Wohnküche mit Balkon und herrlichem Ausblick.Foto: Thomas Sixt Finckh

    In der oberen Etage befindet sich die Wohnküche mit Balkon und herrlichem Ausblick.Foto: Thomas Sixt Finckh

  • Das schwarze Schaf, so nennen der Architekt Stephan Birk und die Bauherren Katharina und Timm Berkmann scherzhaft das Einfamilienhaus in einer Neubausiedlung im Rems-Murr-Kreis. Der Vorschlag mit der Ummantelung kam vom Bauherren Timm Berkmann selbst: „Hier war früher eine Mineralwasserfabrik, und wir hatten die Idee, dass das Industrielle des Wellblechs eine schöne Anspielung an diese ehemalige Nutzung wäre.“Foto: Brigida González/Birk Heilmeyer und Frenzel Architekten

    Das schwarze Schaf, so nennen der Architekt Stephan Birk und die Bauherren Katharina und Timm Berkmann scherzhaft das Einfamilienhaus in einer Neubausiedlung im Rems-Murr-Kreis. Der Vorschlag mit der Ummantelung kam vom Bauherren Timm Berkmann selbst: „Hier war früher eine Mineralwasserfabrik, und wir hatten die Idee, dass das Industrielle des Wellblechs eine schöne Anspielung an diese ehemalige Nutzung wäre.“Foto: Brigida González/Birk Heilmeyer und Frenzel Architekten

  • Küchen- Wohnraum im Erdgeschoss mit Ausgang zur Terrasse. Beton, Estrich und helles Holz entsprechen dem äußeren industriellen Look des Hauses. Die Küche wurde von den Architekten Birk Heilmeyer und Frenzel Architekten in Stuttgart entworfen.Foto: Brigida González/Birk Heilmeyer und Frenzel Architekten

    Küchen- Wohnraum im Erdgeschoss mit Ausgang zur Terrasse. Beton, Estrich und helles Holz entsprechen dem äußeren industriellen Look des Hauses. Die Küche wurde von den Architekten Birk Heilmeyer und Frenzel Architekten in Stuttgart entworfen.Foto: Brigida González/Birk Heilmeyer und Frenzel Architekten

  • Gelungene Nachverdichtung: Dieses Einfamilienhaus für eine sechsköpfige Familie entstand auf einem verwilderten Grundstück in einer gewachsenen Wohngegend in Backnang.Foto: Brigida González

    Gelungene Nachverdichtung: Dieses Einfamilienhaus für eine sechsköpfige Familie entstand auf einem verwilderten Grundstück in einer gewachsenen Wohngegend in Backnang.Foto: Brigida González

  • Außen Holz, innen Beton und verputzte Wände, der Stuttgarter Architekt entwarf einen offenen Küchen-, Ess- und Wohnbereich.Foto: Brigida González

    Außen Holz, innen Beton und verputzte Wände, der Stuttgarter Architekt entwarf einen offenen Küchen-, Ess- und Wohnbereich.Foto: Brigida González

  • Einfamilienhaus mit Aussichten: das denkmalgeschützte Glashaus von 1969 von Leichtbauspezialist Frei Otto in Warmbronn im Kreis Böblingen.Foto: Christine Otto-Kanstinger

    Einfamilienhaus mit Aussichten: das denkmalgeschützte Glashaus von 1969 von Leichtbauspezialist Frei Otto in Warmbronn im Kreis Böblingen.Foto: Christine Otto-Kanstinger

  • So wird das Haus zum oben offenen Sommerhaus. Die Glashülle ist wie ein 5,5 Meter breites Tor, das mithilfe eines Elektromotors hochfahrbar ist.Foto: Christine Otto-Kanstinger

    So wird das Haus zum oben offenen Sommerhaus. Die Glashülle ist wie ein 5,5 Meter breites Tor, das mithilfe eines Elektromotors hochfahrbar ist.Foto: Christine Otto-Kanstinger

  • Betonwürfel in die Landschaft am Rande einer Streuobstwiese in Schorndorf hineingebaut. Für den Entwurf des Einfamilienhauses  für eine Familie vom Stuttgarter Architekten Thomas Sixt Finckh vergab die Architektenkammer Baden-Württemberg einen Preis für „Beispielhaftes Bauen“.Foto: Thomas Sixt Finckh

    Betonwürfel in die Landschaft am Rande einer Streuobstwiese in Schorndorf hineingebaut. Für den Entwurf des Einfamilienhauses für eine Familie vom Stuttgarter Architekten Thomas Sixt Finckh vergab die Architektenkammer Baden-Württemberg einen Preis für „Beispielhaftes Bauen“.Foto: Thomas Sixt Finckh

  • Kompromisslos: Beton und Glas, schwarze und weiße Möbel und ein freier Blick auf die Natur.Foto: Thomas Sixt Finckh

    Kompromisslos: Beton und Glas, schwarze und weiße Möbel und ein freier Blick auf die Natur.Foto: Thomas Sixt Finckh

  • Ein Glaspyramiden-Haus steht in Bönnigheim im Landkreis Ludwigsburg. „Das ist das erste Pyramidenhaus der Welt“, sagt Bruno Staiger, der regelmäßig Anrufe von Radfahrern und anderen Passanten erhält, denen das Bauwerk aufgefallen ist. Er hat es erfunden.  Im bewohnbaren Teil des Gebäudes befinden sich vier Wohnungen mit einer Nutzfläche von 550 Quadratmetern. Hinzu kommen 300 Quadratmeter Wintergarten.Foto: Gottfried Stoppel

    Ein Glaspyramiden-Haus steht in Bönnigheim im Landkreis Ludwigsburg. „Das ist das erste Pyramidenhaus der Welt“, sagt Bruno Staiger, der regelmäßig Anrufe von Radfahrern und anderen Passanten erhält, denen das Bauwerk aufgefallen ist. Er hat es erfunden. Im bewohnbaren Teil des Gebäudes befinden sich vier Wohnungen mit einer Nutzfläche von 550 Quadratmetern. Hinzu kommen 300 Quadratmeter Wintergarten.Foto: Gottfried Stoppel

  • Wegen der wärmenden Glasfassade sind die Außenwände des Wohnhauses dünner als normal, das spart Baumasse. Die  Immobilie kommt ohne fossile Brennstoffe aus. Die Energie fürs Heizen, Kühlen und für warmes Wasser wird über Solarkollektoren auf dem Carport und Wärmepumpen erzeugt. Dank seiner wärmenden Hülle braucht es keine dicken Betonwände und keine mächtige Dämmung. Die Kühlung unter der Fassade aus Spezialglas wird über Lüftungsklappen im Gebäudesockel und in den Scheiben geregelt. Sie regulieren den Luftaustausch und bei Bedarf die Temperatur.Foto: Gottfried Stoppel

    Wegen der wärmenden Glasfassade sind die Außenwände des Wohnhauses dünner als normal, das spart Baumasse. Die Immobilie kommt ohne fossile Brennstoffe aus. Die Energie fürs Heizen, Kühlen und für warmes Wasser wird über Solarkollektoren auf dem Carport und Wärmepumpen erzeugt. Dank seiner wärmenden Hülle braucht es keine dicken Betonwände und keine mächtige Dämmung. Die Kühlung unter der Fassade aus Spezialglas wird über Lüftungsklappen im Gebäudesockel und in den Scheiben geregelt. Sie regulieren den Luftaustausch und bei Bedarf die Temperatur.Foto: Gottfried Stoppel

Kaum ein Architekturmagazin, dass dieses Haus nicht vorgestellt hat: das E20, entworfen vom Stuttgarter Architekturbüro Steimle, das jüngst auch für gut gestaltete Mehrfamilienhäuser einen Preis erhalten hat – und den Wettbewerb für den Entwurf einer neuen Feuerwache in Stuttgart gewinnen konnte.

Das vielfach ausgezeichnete Wohnhaus E20 entstand in einer Baulücke in einem schon gewachsenen Viertel in Pliezhausen (Kreis Reutlingen) in der Metropolregion Stuttgart. Und wenn man den Bewohnern glauben darf, gefällt auch den Freunden und Nachbarn der extravagante polygonale Betonbau.

Gute Baukultur

Auch unsere Zeitung hat das Haus besucht und mit den Bauherren und dem Architekten gesprochen. „Ich wollte immer, wenn ich abends nach Hause komme, sagen können: Wow!“, sagte der Bauherr bei einer Tour durch das Gebäude. Und das kann er in der Tat.

Gute Baukultur bedeutet ja auch, dass Gebäude möglichst lange von den Bewohnern geschätzt und nicht schon nach ein paar Jahrzehnten abgerissen werden. Dann kann auch das in der Kritik stehende Baumaterial Beton ein guter Baustoff sein. „Mit dem Dämmbeton lässt sich ein behagliches Klima im Innenraum erzeugen“, sagte Architekt Thomas Steimle im Gespräch. „Durch die Porigkeit, die Oberflächenrauheit wird Feuchtigkeit aufgenommen und abgegeben. Es ist auch ein nachhaltiges Material, weil vollständig rückbaubar und recycelbar – auf Klebeanschlüsse kann vollständig verzichtet werden.“

Neben diesem mehreckigen Juwel finden sich in der Region Stuttgart viele weitere bemerkenswerte, von Architektenkammern preisgekrönte Gebäude. Auch Holzhäuser und kostengünstige Gebäude mit Polycarbonat- und Wellblechhülle sind darunter, gebaut auf Rest- und Hanggrundstücken und sogar in Neubauvierteln. In der Landeshauptstadt ein Grundstück zu ergattern ist ja kaum mehr möglich, weil es wenige gibt und die Preise entsprechend hoch sind.

Doch selbst weiter draußen, in Backnang zum Beispiel, haben Bauherren einige Jahre auf das passende Grundstück gewartet – und dann ist dort ein behagliches großes Haus für die inzwischen sechsköpfige Familie entstanden. Dieses Haus ist ebenfalls in der Bildergalerie zu entdecken.

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