Die Bundespolizei Stuttgart hat in Sinsheim die Geschäftsräume eines 29-Jährigen durchsucht. Nach Angaben der Polizei steht der Mann im Verdacht, türkische Arbeitnehmer im Rahmen des beschleunigten Fachkräfteverfahrens nach Deutschland eingeschleust zu haben.
Als Geschäftsführer einer Personalvermittlungsfirma soll er unter missbräuchlicher Verwendung von Untervollmachten verschiedener Firmen teilweise gefälschte Arbeitsverträge bei Ausländerbehörden eingereicht haben. Dadurch sollen Vorabzustimmungen der Ausländerbehörden und der Bundesagentur für Arbeit erfolgt sein, die in einigen Fällen zu Visaerteilungen bei einer deutschen Auslandsvertretung in Ankara geführt haben.
29-Jähriger bereits zuvor im Fokus der Ermittler
Laut den Unternehmen, bei denen die vermittelten Arbeitnehmer beschäftigt waren, nahmen einige der Fachkräfte ihre Tätigkeit gar nicht oder nur kurzzeitig auf, bevor sie untertauchten. Die Bundespolizei ermittelt gegen den 29-Jährigen wegen des Verdachts des Einschleusens von Ausländern und der Urkundenfälschung.
Bei der Durchsuchung stellten die Ermittler der Bundespolizeiinspektion Kriminalitätsbekämpfung verschiedene Beweismittel sicher und beschlagnahmten diese. Gegen den Mann war in der Vergangenheit bereits wegen mehrerer Betrugsdelikte, Urkundenfälschungen und Geldwäsche ermittelt worden. Die Ermittlungen in vorliegender Sache dauern an.

