Baden-WürttembergSlide 3

Störche versuchen wieder Nester auf Achterbahn zu bauen

Störche gehören seit längerem zum Bild von Tripsdrill. Die Adebare wählen auch mal ungünstige Nistplätze – so auch dieses Jahr.

  • Der Wild- und Freizeitpark hat sich seit mehr als 20 Jahren um die Wiederansiedlung von Weißstörchen verdient gemacht.Foto: Simon Granville

    Der Wild- und Freizeitpark hat sich seit mehr als 20 Jahren um die Wiederansiedlung von Weißstörchen verdient gemacht.Foto: Simon Granville

Hinweisschilder rund um den Freizeitpark Tripsdrill in Cleebronn (Kreis Heilbronn) weisen Autofahrer daraufhin: Achtung, hier sind Störche unterwegs. Jedes Jahr brüten zwischen 25 und 30 Paare rund um den Freizeitpark, zu dem auch ein Wildgehege gehört, und in der näheren Umgebung.

Autos sind für die umherstacksenden Störche ein Risiko, die Vögel bringen sich bisweilen auch selbst in Gefahr. Eines der Storchenpaare versuchte unlängst auf einer der Achterbahnen ein Nest zu bauen – es war nicht der erste Versuch. Zuerst berichtete der „SWR“ darüber. Die Tiere wählen stets exponierte Lagen, um zu nisten. Nester auf Fahrgeschäften gefährden nicht nur die Tiere, sie können auch die sensible Technik stören.

Störche brüten von April bis August

In der Brutzeit der Weißstörche, die von Anfang April bis Anfang August dauert, seien die Parkmitarbeiter besonders wachsam, sagt Tripsdrill-Sprecherin Britta Dirrler gegenüber dem „SWR“. Die Achterbahnen und anderen Attraktionen würden täglich auf neue Gelege geprüft – diese werden gegebenenfalls entfernt. Zumal es rund um und im Park, der weiter wächst, genügend Möglichkeiten – etwa auf Dächern oder Masten – für die Störche gibt. Im aktuellen Fall sei nur wenige Meter weiter ein vorbereitetes Nest auf einem Waschhaus, so Dirrler. Seit 2002 bemüht man sich in Tripsdrill darum, den Tieren möglichst optimale und natürliche Bedingungen zur Ansiedlung zu bieten.

Zudem berate die baden-württembergischen Storchenbeauftragten, Judith Opitz, den Park regelmäßig in allen Fragen rund um die Klapperstörche. Dabei gehe es auch um deren Ansiedlung und den Nestbau.

Dass die Nähe der Adebare zum Freizeitpark tatsächlich gefährlich sein kann, zeigte sich im vergangenen Jahr. Im April 2025 war ein Storch mit einer Achterbahn im Flug kollidiert – das Tier starb durch den Zusammenprall. Laut dem Park war es der bislang einzige Fall dieser Art.

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