Unwetter haben am Sonntag in Baden-Württemberg für zahlreiche überschwemmte Straßen, für Streckensperrungen und und einen Brand nach einem Blitzeinschlag gesorgt. Vor allem der Zollernalbkreis war stark betroffen: Nach heftigen Unwettern war die Feuerwehr in Balingen stundenlang im Einsatz, um Sturzfluten unter Kontrolle zu bekommen.
Die Einsatzkräfte waren zu rund 100 Einsätzen in Balingen und der Region ausgerückt, wie der „Schwarzwälder Bote“ berichtet. Mehrere Gebäude mussten evakuiert und Keller ausgepumpt werden. Viele Straßen seien überflutet gewesen.
Das Unwetter wirkte sich auch auf Gartenschau in Balingen aus, die am Wochenende rund 15 000 Menschen besucht hatten. Am Sonntagnachmittag sperrten die Veranstalter einige Eingänge. Die rund 75 000 Quadratmeter große Pflanzenschau war gut besucht am Sonntag trotz der Regenfälle und Gewitter. Wie stark das Gelände betroffen ist, war am Abend noch unklar.
Auch im Kreis Biberach rückte die Feuerwehr aus, um die Straßen nach Starkregen und Hagel vom Wasser zu befreien.
Bahn sperrt Strecke zwischen Balingen und Sigmaringen
Am Sonntagnachmittag wirkten sich die starken Regenfälle auch auf das Bahnnetz aus. Die Strecke zwischen Balingen und Albstadt-Laufen musste am Sonntag gesperrt worden. Der Grund dafür seien Unwetterschäden gewesen, wie die Deutsche Bahn beim Kurznachrichtendienst Twitter mitteilte.
Ein Ersatzverkehr mit Bussen sei demnach von Balingen nach Sigmaringen und Albstadt-Ebingen eingerichtet worden. Die Dauer der Sperrung war am Abend noch nicht absehbar. Betroffen war der Bahn zufolge der Interregio-Express 6.
In der Region Stuttgart meldete die Polizei kaum Einsätze aufgrund des Unwetters. Nach Esslingen musste die Feuerwehr allerdings ausrücken, nachdem ein Blitz in den Dachstuhl eines Wohnhauses eingeschlagen war und einen Schwelbrand verursacht hatte. Verletzt wurde niemand. Es entstand am Gebäude einem Sprecher der Polizei zufolge ein Schaden in Höhe von 100 000 Euro. Der Einsatz sei allerdings schnell beendet worden. Die Feuerwehr habe den Brand rasch gelöscht.
Der Deutsche Wetterdienst hatte am Sonntag vor den Gewittern gewarnt, die vom Nachmittag bis in die Nacht hinein auftreten würden. Die Wetterexperten hatten Starkregen mit bis zu 25 Litern pro Quadratmeter vorausgesagt – in Einzelfällen sogar mit bis zu 60 Litern.





