Was bedeutet es, wenn man 70 Jahre nach dem Tod des Vaters einen letzten Brief von ihm bekommt? „Wir wissen jetzt, dass er von uns Abschied genommen hat“, sagt der Niederländer Joop Will. Sein Vater Peter war im Widerstand gegen die Nazis. 1943 wurde er verhaftet und bis zu seinem Tod in mehrere…
Baden-Württemberg
„Sie waren Menschen wie wir“
Wir suchen Angehörige von Neonella Doboitschina aus Russland, geboren am 11. Oktober 1923. Möglicherweise stammte sie aus Nowotscherkassk. Mit 20 Jahren geriet sie ins Visier der Gestapo. Sie gehörte zu der großen Zahl an Zwangsarbeiterinnen, mit denen das NS-Regime die Kriegswirtschaft am Laufen hielt. Gründe für Verhaftungen waren kleinste Vergehen, auch Kontakte zu Deutschen. Am 5. Mai 1944 deportierte die Gestapo die Studentin in das Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück. Im Juli 1944 wurde sie in das Lager Salzgitter-Watenstedt transportiert – ein Außenlager des KZ Neuengamme. Dort musste sie für die Rüstungsindustrie arbeiten. Ihr weiteres Schicksal ist unbekannt. Die Fotos mit Widmungen zeigen Erinnerungen aus glücklichen Zeiten. Ihre Freunde nannten sie Nelly.Foto: Arolsen Archives/www.cornelisgollhardt.de
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