Wechsel an der Spitze der Diözese Rottenburg-Stuttgart: Prälat Klaus Krämer, aktuell Ständiger Vertreter des Diözesanadministrators Clemens Stroppel, übernimmt das Bischofsamt. Der 60-Jährige wird damit Nachfolger von Gebhard Fürst, der der Diözese 23 Jahre als Bischof vorgestanden hatte und im Dezember 2023 mit 75 Jahren in den Ruhestand verabschiedet worden war. Das gab Stroppel am Mittwoch im vollbesetzten Rottenburger Dom bekannt.
Vorausgegangen war die Wahl durch das Rottenburger Domkapitel und die Ernennung durch Papst Franziskus. Krämer wird damit 12. Bischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart, die mit rund 1,6 Millionen Mitgliedern drittgrößte Diözese in Deutschland ist. Der genaue Termin für die Bischofsweihe und die Amtseinführung von Krämer wurde nicht genannt. Sie soll jedoch noch in diesem Jahr erfolgen.
Mitorganisator des Katholikentag 2022 in Stuttgart 2022
Krämer wurde am 14. Januar 1964 in Stuttgart geboren. Die Priesterweihe empfing er 1993 in Neresheim. Von 1994 bis 1997 war er Bischöflicher Sekretär des damaligen Bischofs Walter Kasper. Nach seiner Promotion an der Theologischen Fakultät der Universität Freiburg im Breisgau wurde er 1999 Domkapitular in Rottenburg und Leiter der Hauptabteilung Weltkirche im Bischöflichen Ordinariat. Von 2004 an war er zusätzlich Bischofsvikar für die Ausbildung der pastoralen Berufe.
Von 2008 bis 2019 war Krämer Präsidenten des Internationalen Katholischen Missionswerks Missio in Aachen. Seit 2010 war er auch für das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ zuständig. 2020 kehrte er als Domkapitular in die Rottenburger Diözesanleitung zurück und organisierte von dort aus maßgeblich den 102. Katholikentag im Mai 2022 in Stuttgart mit.

