Baden-Württemberg

Falsche Betrugsexperten zocken Opfer ab – Polizei schaltet 50 Webseiten ab

Angebliche Helfer versprechen Betrugsopfern, ihr verlorenes Geld zurückzuholen – und verlangen dafür hohe Zahlungen. Ermittler haben nun rund 50 gefälschte Internetseiten aus dem Netz genommen.

  • Kriminelle geben sich als Helfer aus und versprechen Opfern von Onlinebetrug, ihr verlorenes Geld zurückzuholen. Ermittler haben nun rund 50 betrügerische Webseiten abgeschaltet (Symbolfoto).Monika Skolimowska/dpa

    Kriminelle geben sich als Helfer aus und versprechen Opfern von Onlinebetrug, ihr verlorenes Geld zurückzuholen. Ermittler haben nun rund 50 betrügerische Webseiten abgeschaltet (Symbolfoto).Monika Skolimowska/dpa

Die Kriminalpolizei Freiburg hat in Zusammenarbeit mit dem Landeskriminalamt Baden-Württemberg rund 50 betrügerische Internetseiten identifiziert und abschalten lassen. Ausgangspunkt der Ermittlungen war laut einer aktuellen Pressemitteilung der Polizei die Anzeige einer Geschädigten aus dem Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald.

Nach Angaben der Polizei gaben sich die Täter im Internet als „Betrugsexperten“, Anbieter von „Onlinebetrugshilfe“ oder sogar als Rechtsanwaltskanzleien für „Betrugsrecht“ aus. Mit professionell gestalteten Webseiten erweckten sie den Eindruck seriöser Beratungs- oder Rechtsdienstleistungen.

Die Betrüger richteten sich gezielt an Menschen, die bereits Opfer eines Onlinebetrugs geworden waren. Sie versprachen, das verlorene Geld zurückzuholen, und verlangten dafür eine hohe Anzahlung. Zu den angekündigten Rückzahlungen kam es jedoch nie.

Polizei warnt vor „Recovery Scam“

International ist diese Masche als „Recovery Scam“ bekannt. Im Rahmen der Ermittlungen gelang es der Kriminalpolizei Freiburg und dem Landeskriminalamt Baden-Württemberg, die betrügerischen Webseiten bei einem ausländischen Anbieter abschalten zu lassen. Zudem wurden zahlreiche deutsche Festnetzrufnummern deaktiviert, über die die Täter ihre vermeintlichen Dienstleistungen angeboten hatten.

Das Landeskriminalamt Baden-Württemberg warnt davor, auf solche Hilfsangebote einzugehen. Die Täter nutzen die Hoffnung der Betroffenen, ihr verlorenes Geld zurückzubekommen, aus und versuchen, sie ein weiteres Mal finanziell zu schädigen.

Die Polizei rät:

  • Seien Sie besonders misstrauisch, wenn jemand Sie unaufgefordert kontaktiert
  • Zahlen Sie niemals Geld, um angeblich verlorenes Geld zurückzubekommen
  • Geben Sie keine persönlichen Daten heraus
  • Brechen Sie den Kontakt ab, sobald Druck entsteht
  • Sichern Sie Beweise, zum Beispiel durch Screenshots
  • Informieren Sie sofort Ihre Bank oder Ihren Zahlungsdienstleister
  • Erstatten Sie Anzeige

Weitere mögliche Geschädigte werden gebeten, sich an ihre örtlich zuständige Polizeidienststelle zu wenden und Strafanzeige zu erstatten. Weitere Informationen zum Schutz vor Online-Betrug und Cybercrime sind auf der Internetseite www.polizei-beratung.de zu finden.

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