Schauer, Wolken – nur ab und an noch Sonnenschein. Der Herbst ist da. Schon zu Wochenbeginn war es in weiten Teilen Deutschlands vor allem Grau. Immerhin: die Temperaturen sind noch sehr mild.
In dieser Woche kündigt sich nun der erste ausgewachsene Herbststurm an – am Donnerstag, 10. Oktober, wird es turbulent. „Kirk“ war einst ein Hurrikan, hat aber etwas an Kraft eingebüßt und wird aber der Nacht zum Donnerstag noch als „außertropisches Sturmtief“ über Deutschland hinwegziehen.
Hurrikan verliert vor Europa an Kraft – Gefahr besteht trotzdem
Besonders turbulent wird es ab der Nacht zum Donnerstag: Dann soll der einstige Hurrikan „Kirk“ als außertropisches Sturmtief in Deutschland ankommen. „Wir erwarten Sturm bis ins Flachland vor allem südöstlich einer Linie von der Eifel bis nach Mecklenburg. Auf den Bergen kann es durchaus Orkanböen geben“, sagte Meteorologe Martin Jonas vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach. Wo mit den größten Windgeschwindigkeiten zu rechnen ist, sei noch nicht ganz klar.
Bevor der Sturm auf die europäische Landmasse trifft, verliert er an Kraft, weil er über kühlere Gewässer zieht.
Andere Experten gehen davon aus, dass vor allem der Südwesten betroffen sein wird. Von dort zieht das Sturmtief nach Nordost durch. Weil die meisten Bäume noch viel Laub tragen, besteht die Gefahr, dass diese umstürzen können. Schäden sind also nicht ausgeschlossen, wer sich im Freien bewegt, sollte aufpassen.
Böen mit Geschwindigkeiten von 110 bis 160 Kilometern in der Stunde seien möglich, prognostiziert etwa Meteorologe Dominik Jung von wetter.net. Vermutlich sei vor allem der Schwarzwald betroffen. Auf dem Feldberg sei „volle Orkanstärke möglich“. Auch kleinere Tornados und Gewitter seien denkbar.
Gebietsweise fällt am Donnerstag schauerartiger Regen, der vor allem im Nordwesten und Norden kräftig ausfällt und mitunter länger anhält. Die Temperaturen erreichen bis zu 21 Grad. Auch im Flachland dürfte der Wind kräftig blasen, auch an den Küsten sind schwere Sturmböen zu erwarten.
Mit Material von dpa.

