Heftige Gewitter mit Starkregen und Sturmböen haben am Donnerstagabend in vielen Regionen Baden-Württembergs erhebliche Schäden angerichtet. Nach ersten Erkenntnissen kam in Karlsruhe ein Mensch ums Leben: Ein Baum stürzte während des Unwetters um und traf die Person tödlich, teilte die Polizei mit. Nähere Angaben machte sie zunächst nicht.
Auch über Ulm zog am Donnerstagabend eine Gewitterzelle. Die Feuerwehr Ulm berichtete unter anderem von herabfallenden Ästen und Dachziegeln. Mehrere Bäume seien umgestürzt. Einer traf ein fahrendes Auto, einer stürzte auf eine Stromleitung und ein anderer blockierte ein Bahngleis zwischen Ulm und Söflingen.
Hunderte Einsätze wegen Unwetter
Allein in Karlsruhe waren Feuerwehr und Technisches Hilfswerk mit Hunderten Einsatzkräften im Dauereinsatz. Die Branddirektion registrierte mehr als 250 wetterbedingte Einsätze bis in die Nacht. Zwischen 19 und 23 Uhr kam es laut Polizei zu zahlreichen Überflutungen und Überschwemmungen. Beschädigt wurden außerdem Ampeln und Fahrzeuge. Herabfallende Äste trafen mehrere Radfahrer sowie ein Kind, die leicht verletzt wurden. Eine Person wurde tödlich verletzt. Wegen der Vielzahl der Notrufe rief die Stadt eine sogenannte außergewöhnliche Einsatzlage aus, um die Einsätze zentral zu koordinieren.
Auch in anderen Teilen des Landes beschäftigte das Unwetter die Rettungskräfte. Im Raum Pforzheim registrierte die Polizei rund 30 Einsätze. Umgestürzte Bäume und hochgedrückte Gullydeckel sorgten für Behinderungen, verletzt wurde dort niemand.
Kaputte Dächer und vollgelaufene Keller
Im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Ludwigsburg wurden rund 70 Einsätze gezählt. Die Einsatzkräfte rückten unter anderem wegen herabgestürzter Dachziegel und vollgelaufener Keller aus. In Besigheim schlug nach ersten Erkenntnissen ein Blitz in das Dach eines Gebäudes ein und löste einen Brand aus. Mehrere Menschen wurden dabei leicht verletzt.
Im Rems-Murr-Kreis stürzten Bäume auf ein Gebäude und verursachten einen Schaden von rund 100.000 Euro. Insgesamt wurden dort etwa 50 wetterbedingte Einsätze registriert.
Vergleichsweise glimpflich verlief das Unwetter in anderen Landesteilen. Das Polizeipräsidium Offenburg meldete lediglich wenige Einsätze, weitere Polizeipräsidien berichteten nur von vereinzelten kleineren Schäden.

