SportVfB

Wie geht es weiter für El Khannouss?

Der VfB-Spieler ist bei der WM mit Marokko ausgeschieden. Bald ist er zurück in Stuttgart – oder wechselt er?

Stuttgart - Acht Fußballer des VfB Stuttgart sind Mitte Juni ins WM-Turnier eingestiegen, am Donnerstagabend ist der vorletzte von ihnen ausgeschieden. Einzig Luca Jaquez ist noch übrig – der Abwehrspieler trifft im Viertelfinale in der Nacht auf Sonntag mit der Schweiz auf Argentinien. Es geht um den Sprung ins Halbfinale, das Bilal El Khannouss verpasst hat.

Der Marokkaner verlor mit seinem Nationalteam am Donnerstag in Boston gegen Frankreich (0:2). Dennoch kann der 22-Jährige positiv auf das Turnier in Nordamerika blicken.

Sechs Partien haben die Marokkaner im Turnierverlauf absolviert, sechsmal stand er in der Startelf – was seine ohnehin schon beeindruckende Länderspielbilanz noch einmal aufwertet. Seit seinem Debüt im Dezember 2022 stand er 42 weitere Male für Marokko auf dem Feld, wurde Afrika-Cup-Sieger. Zuvor hatte er die Afrika-Meisterschaft  mit der U 23 gewonnen.

Der VfB Stuttgart hatte den Offensivspieler jüngst nach einem Jahr Leihe von Leicester City für rund 18 Millionen Euro fest verpflichtet. Der Vertrag beim VfB gilt bis 2030 ohne Ausstiegsklausel,  was den Machern auf dem Wasen ein gutes Gefühl gibt. Schließlich ist man sich sicher, dass die Entwicklung des Mittelfeldspielers noch lange nicht abgeschlossen ist. Allerdings: So ganz sicher ist es trotz allem nicht, ob Bilal El Khannouss wirklich weiter für den VfB aufläuft.

Die meist starken Auftritte auf der WM-Bühne haben den robusten und technisch versierten Dribbler zu einer heißen Aktie auf dem Transfermarkt gemacht. Und so ganz uneingeschränkt zufrieden soll der Marokkaner in Stuttgart auch nicht sein. Bilal El Khannouss kommt in seinem ersten Jahr beim VfB zwar auf 43 Einsätze (neun Tore, sieben Assists), hätte aber wohl gerne mehr davon von Beginn an bestritten. 29-mal stand er in den Pflichtspielen für den VfB in der Startelf. Dass er kürzlich die Berateragentur gewechselt hat, wertet manch einer für einen vorhandenen Wechselwunsch des Marokkaners. Wobei der VfB im Grunde kein Interesse hat an einem Verkauf. Bei einem hochpreisigen Angebot könnte aber Bewegung in die Sache kommen.

Datenschutz-Einstellungen