Stuttgart - Natürlich haben Christian Gentner und Fabian Wohlgemuth weiterhin beste Kontakte zum VfL Wolfsburg. Immerhin ist der VfB-Sportdirektor Gentner im Sommer 2009 als Mittelfeldspieler deutscher Meister mit den Wölfen geworden – und der Sportvorstand Wohlgemuth war am Allerpark zwischen den Jahren 2011 und 2018 zunächst Chefscout und dann der Leiter des Nachwuchsleistungszentrums (NLZ).
Ganz aktuell befindet sich das Stuttgarter Manager-Duo in intensivem Austausch mit Dieter Hecking, der seit dem Abstieg der Wölfe aus der ersten Liga am 1. Juni vom Cheftrainer-Sessel auf den Posten des Geschäftsführers Sport beim VfL gewechselt ist.
Inhalt der Gespräche ist die Zukunft des Wolfsburger Mittelstürmers Dzenan Pejcinovic, der in der Vorsaion wettbewerbsübergreifend zwölf Tore für die Niedersachsen erzielt hat, acht davon in der Bundesliga.
In der neuen Saison will der deutsche U-21-Nationalspieler Pejcinovic nun für den VfB Stuttgart, und nur für den VfB Stuttgart spielen. Dies hat der Spieler über seinen Berater bereits den Wolfsburgern um Hecking mitgeteilt. Dabei beruht das Interesse auf Gegenseitigkeit. Auch Wohlgemuth, Gentner und VfB-Trainer Sebastian Hoeneß hätten den Mittelstürmer gerne in ihrem Kader, wo er eine junge und ehrgeizige Alternative im Sturm zu dem arrivierten Duo Deniz Undav und Ermedin Demirovic sein soll.
Allerdings liegen beide Parteien finanziell noch weit auseinander. Aktuell liegt der Marktwert des Spielers, der sich bis 2029 an die Wölfe gebunden hat, bei 15 Millionen Euro. Nach Informationen unserer Redaktion liegt dem 21-Jährigen nun ein Vertragsentwurf vom VfB mit einer Laufzeit bis 2030 auf dem Tisch. Noch stellt sich aber der VfL quer, soll eine Ablösesumme für den 1,90 Meter großen Spieler von rund 23 Millionen Euro fordern. Das hat der VfB abgelehnt – und ist auch nicht bereit, in diese finanziellen Dimensionen vorzustoßen. Trotz des regen Interesses an Dzenan Pejcinovic.
Nun hofft man, dass die Wolfsburger dem VfB noch entgegen kommen.
