Stuttgart - Rund 2000 Zuschauer hatten den Weg ins Robert-Schlienz-Stadion gefunden, um die VfB-Frauen bei ihrer Generalprobe vor dem Bundesliga-Saisonstart zu unterstützen. Als Gegner hatten sich die Schwaben die TSG Hoffenheim geladen – wie bereits vor der vergangenen Saison, als es ein spektakuläres 4:4 zu sehen gab.
Ganz so torreich war es dieses Mal nicht, aber dennoch bekamen die Zuschauern guten, rassigen Fußballsport zu sehen. Zur Pause stand es 1:1, Stuttgarts Dafina Redzepi hatte die VfB-Frauen zwischenzeitlich in Führung gebracht. Der VfB hatte im ersten Spieldurchgang lange die Oberhand, gegen Ende der ersten 45 Minuten kam Hoffenheim etwas besser auf.
Stuttgarts Trainer Nico Schneck, der seine Mannschaft in einer durchaus offensiven Formation auf das Feld geschickt hatte, ließ auch nach Wiederbeginn attackieren. Stürmerin Jana Beuschlein hatte nach rund einer Stunde per Kopf die Großchance auf die 2:1-Führung, ließ diese aber liegen. Die Hoffenheimerinnen nahmen das ihrerseits zum Anlass, eine Schippe draufzupacken.
Stuttgart tat sich in der Folge schwer, zwingende Möglichkeiten herauszuarbeiten. Hoffenheim bestimmte das Geschehen weitestgehend. Folgerichtig fiel dann auch das 2:1 für die Hoffenheimerinnen durch Marie Steiner in der Schlussphase der Partie.
Der Treffer animierte die VfB-Frauen zu einer letzten Drangphase. Kapitänin Maximiliane Rall hatte kurz vor Schluss noch die große Chance auf den Ausgleich, scheiterte aber an der Hoffenheimer Keeperin. „Es war ein Test auf einem recht ordentlichen Niveau zwei Wochen vor Saisonstart“, sagte VfB-Trainer Schneck nach der Partie und ergänzte: „ Hoffenheim hat den Anspruch, in der Liga unter den Top-Sechs zu landen. Für uns war es wichtig, uns mit einem solchen Gegner zu messen. Wir haben richtig viele gute Dinge gesehen, aber auch, woran wir noch arbeiten müssen.“

