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Nachgefragt: „Wieso sollen wir der Favorit sein?“

Nachgefragt: „Wieso sollen wir der Favorit sein?“

  • Kapitän Paul Polauke empfängt mit dem SGV Heilbronn-Freiberg seinen Ex-Club Stuttgarter Kickers zum Regionalliga-Schlagerspiel, am Dienstag beim 2:0-Sieg im Pokalspiel in Schwäbisch Gmünd bekam er eine Pause.Foto: Baumann

    Kapitän Paul Polauke empfängt mit dem SGV Heilbronn-Freiberg seinen Ex-Club Stuttgarter Kickers zum Regionalliga-Schlagerspiel, am Dienstag beim 2:0-Sieg im Pokalspiel in Schwäbisch Gmünd bekam er eine Pause.Foto: Baumann

Stuttgart - Länderspielpause, Derby, Zweiter gegen Dritter: Das Regionalligaduell zwischen dem SGV Heilbronn-Freiberg und den Stuttgarter Kickers (Samstag, 14 Uhr/Frankenstadion) dürfte über 5000 Zuschauer anlocken. SGV-Kapitän Paul Polauke schätzt die Situation vor dem Spiel gegen seinen Ex-Club ein.

Herr Polauke, Mika Baur ist der Bruder Ihrer Freundin Chiara – haben Sie ihm zur Nationalmannschaftsnominierung gratuliert?

Natürlich. Ich habe es ein, zwei Tage früher erfahren als die Medien und freue mich enorm für Mika. Die Nominierung hat er sich mit seinen starken Leistungen verdient.

Sein Wechsel zu Celtic Glasgow war offenbar die richtige Entscheidung. Fühlen Sie sich denn in Ihrer Entscheidung bestätigt, den Vertrag beim SGV verlängert zu haben?

Ich habe es keine Sekunde bereut, und der Saisonstart mit acht ungeschlagenen Regionalligapartien, darunter fünf Zu-null-Spiele, bestätigt mich in meiner Entscheidung.

Und jetzt kommt es zum Duell mit Ihrem Ex-Club, der Sie im Sommer zurückholen wollte.

Für die Kickers läuft es doch auch sehr gut. Nach zwei Niederlagen haben sie mit zwei Siegen eine starke Reaktion gezeigt. Sie haben nur zwei Punkte weniger auf dem Konto als wir.

Der SGV hat ein Torverhältnis von 22:7, das der Kickers lautet 15:11. Nicht nur deshalb geht Ihr Team als leichter Favorit ins Spiel, oder sehen Sie das anders?

Wieso sollen wir der Favorit sein? Die Saison ist gerade einmal acht Spieltage alt, da braucht man niemandem die Favoritenrolle zuschieben. Wir freuen uns auf ein cooles, heiß umkämpftes Heimspiel vor toller Kulisse. Wir wollen als Sieger vom Platz gehen und auch die Kickers werden sich kaum mit einem Punkt zufriedengeben.

Die Kickers haben die Abgänge von David Tomic und Mario Borac nicht ersetzt, der SGV verpflichtete gestandene Profis nach. Zeigt das nicht die unterschiedlichen finanziellen Möglichkeiten?

Ich bin froh, dass wir solch einen breiten Kader haben und auch Spieler wie Marius Köhl geblieben sind, der in Aalen nach seiner Einwechslung das Spiel verändert hat. Zudem darf man nicht vergessen, dass Leistungsträger der vergangenen Saison wie Leon Petö und Meghon Valpoort oder unser Neuzugang Tim Latteier, der eine starke Vorbereitung gespielt hat, nach ihren Verletzungen erst in nächster Zeit wieder zurückkehren werden.

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