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Hummels und Co. in der Pflicht?

Nach dem blamablen WM-Aus der DFB-Elf würde Rudi Völler gerne einige 2014er-Weltmeister in den DFB einbinden.

Frankfurt/Main - Sportdirektor Rudi Völler wünscht sich mehrere 2014er-Weltmeister in entscheidender Rolle beim Deutschen Fußball-Bund (DFB). „Die Generation ist auch ein bisschen in der Pflicht, vielleicht mal Verantwortung zu übernehmen“, sagte der 66-Jährige: „Da gibt es welche, die nach mir oder auch mit mir Thema werden können.“ So ist der Stand bei prominenten Weltmeistern von 2014:

Der frühere Abwehrspieler steht dafür aktuell nicht zur Verfügung – und erklärt seine ablehnende Haltung. „Ich habe auch gar nicht die Qualitäten dafür, ehrlich gesagt“, sagte Hummels, er könne sich so einen Posten nur dann vorstellen, wenn er sich dafür vorbereitet sieht.

Anders sieht es bei Per Mertesacker aus. Der frühere Innenverteidiger leitete bis zu diesem Sommer die Nachwuchsakademie seines letzten Vereins FC Arsenal und hat damit große Erfahrung in der Talentausbildung und -förderung. Und er hat offenbar große Lust, beim Neuaufbau anzupacken. „Irgendwie mal beim DFB zu arbeiten, dem deutschen Fußball, dem ich auch so viel zu verdanken habe, mal was zurückzugeben, wenn das gewünscht ist“, sagte der 41-Jährige, „dafür stehe ich natürlich zur Verfügung.“

Auch Sami Khedira hat schon viele Erfahrungen als TV-Experte gesammelt, außerdem war er als sportlicher Berater bei seinem Ex-Verein VfB Stuttgart tätig. Der 39-Jährige stand dem Vernehmen nach in der jüngeren Vergangenheit schon in Gesprächen mit DFB-Verantwortlichen über ein Engagement auf Direktorenebene. Doch zu einem Abschluss kam es nie.

Aktuell gibt es keine Chance, den charismatischen Stürmer an den DFB zu binden. Der 36-Jährige steht noch in der Major League Soccer bei den Vancouver Whitecaps als Spieler unter Vertrag. Und auch für die Zeit nach dem Karriereende gäbe es einen großen Konkurrenten im Werben um Müller: Der FC Bayern würde seinen langjährigen Profi gerne in die Clubarbeit einbinden. „Ich wünsche mir Thomas Müller, er hätte alle Voraussetzungen“, hatte Bayerns Ehrenpräsident Uli Hoeneß vor etwa einem halben Jahr gesagt.

Die Frage von Moderations-Partnerin Esther Sedlaczek schien Bastian Schweinsteiger zu überraschen. „Ich? Ich habe doch hier mit dir bei der ARD den schönsten Job der Welt“, antwortete der 41-Jährige zurückhaltend auf die Frage, ob er sich eine Rolle beim DFB vorstellen könne. Dann ergänzte er: „Natürlich würde ich mich nie drücken vor der Verantwortung.“ Über seine berufliche Zukunft sagte Schweinsteiger wenig konkret: „Wir spielen ja in zehn Jahren auch noch Fußball, ich bin ja noch jung und knackig.“

Der Weltmeister-Kapitän trug bereits Verantwortung im Verband: Bis 2024 saß er im DFB-Präsidium und war mitverantwortlich für den Erfolg der Heim-EM vor zwei Jahren. Lahm blickt mit Sorge auf den deutschen Fußball, aktiv anpacken wird er aber vorerst wohl nicht. „Aktuell bin ich nicht auf der Suche nach irgendeiner Aufgabe. Man sollte nie was ausschließen, ist ja außer Frage, aber aktuell passt mein Leben so, wie es ist“, sagte der 42-Jährige.

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