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Glücksmoment für VfB-Spielerin Mira Arouna

Die Stürmerin kam aus Frankfurt zum VfB. Sie wurde Stammkraft – und erzielte in Bremen ein wichtiges Tor.

stuttgart - Manchmal kann Fußball ja recht einfach sein. Ein Pass, ein Sprint, der Abschluss – und: fertig machen zum Torjubel. So lief das, eben einfach ausgedrückt, am Montagabend im Spiel der Frauen des VfB Stuttgart beim SV Werder Bremen. So fiel das 1:1 für die Gäste aus Stuttgart. Das bei genauerem Hinsehen so leicht gar nicht zu erzielen war.

In der eigenen Defensive wurde das Bremer Pressing sauber umspielt. Dann orientierte sich Chantal Hagel bei der ersten Möglichkeit gleich nach vorne. Sie sah den freien Raum auf der rechten Angriffsseite und passte exakt dorthin. Mira Arouna war längst gestartet, nahm den Ball auf und lupfte die Kugel herrlich über die Werder-Keeperin ins Tor. Und weil Trainer es am liebsten haben, wenn das Geplante in der Praxis funktioniert, jubelte Nico Schneck: „Ein überragender Spielzug.“

Mit der Tatsache, dass ihn Mira Arouna erfolgreich abgeschlossen hatte, konnte der Coach der VfB-Frauen ebenfalls gut leben. Mehr noch. „Es freut mich für sie“, sagte er über die Stürmerin, die gerade ihr erstes Tor in der ersten Liga erzielt hatte. „Wir wissen um Miras Qualität und Geschwindigkeit“, lobte Schneck, „der Abschluss war dann auch wirklich überragend.“

Vermutlich waren die Momente nach dem Treffer auch für Mira Arouna überragend. Ihrem Jubel nach muss es so gewesen sein. Als sie später zum Interview erschien, wirkte sie dann aber recht abgekühlt. „Ich hatte ziemlich viel Platz, bin einfach durchgelaufen und dann war der Ball auch schon drin“, beschrieb sie diese wichtige Szene und bestätigte dann noch ihren Trainer: „Ich glaube, dass ist eine meiner Stärken, meine Schnelligkeit auszuspielen.“

Im Sommer kam die 20-Jährige von Eintracht Frankfurt II zum VfB, um in Stuttgart den nächsten Schritt zu gehen – in die Bundesliga. Der Wechsel hat sich bislang ausgezahlt. Für beide Seiten. In allen fünf bisherigen Partien stand die Angreiferin in der Startelf und hat somit großen Anteil am guten Start mit acht Punkten. In Bremen glich sie die Halbzeitführung der Gastgeberinnen aus und sorgte dafür, dass für die VfB-Frauen weiter nur eine Niederlage (0:2 gegen den VfL Wolfsburg) zu Buche steht.

Gerade für Neuzugänge, meinte der Trainer Nico Schneck, sei so ein Erfolgserlebnis wichtig. Man wolle ja schließlich für das neue Umfeld offenkundig machen, welche Qualitäten man besitzt. Das hat Mira Arouna nun geschafft. Nach der Partie herzte sie ihre Schwester und Freunde. Und als sie sicher recht müde nach der Ankunft in Stuttgart (4.45 Uhr) ins Bett fiel, dachte sie womöglich schon an das besondere Spiel, das ihr nun bevorsteht.

Im DFB-Pokal reist der VfB am Samstag zum Zweitligisten Turbine Potsdam. Es ist Arounas Jugendclub, von dem aus sie 2022 erst nach Wolfsburg, dann nach Frankfurt ging.

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