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Assignon fällt noch wochenlang aus

Die Reha des VfB-Spielers, der sich an der Schulter operieren ließ, zieht sich hin. Wird die Position hinten rechts zur Problemzone?

stuttgart - Von der Management-Etage des VfB Stuttgart blickt man gelassen auf die Entwicklung des Spielerkaders für die kommende Saison. Vieles kann, fast nichts muss – das ist aktuell das Credo des Sportvorstandes Fabian Wohlgemuth und seines Sportdirektors Christian Gentner mit Blick auf die möglichen personellen Veränderungen bei den Cannstattern.

Mit Grischa Prömel steht ein veritabler Neuzugang längst fest, denn der Transfer des Mittelfeldspielers von der TSG Hoffenheim wurde bereits vor Monaten eingetütet. Seither herrscht nach außen hin Ruhe auf dem Spielermarkt für die Elf von Cheftrainer Sebastian Hoeneß. Schließlich ist das Transferfenster noch bis zum 1. September geöffnet. Und in einem WM-Sommer, das weiß man auch beim VfB, ist es ganz normal, dass spät Bewegung in den Markt hineinkommt.

Das wäre etwa der Fall, wenn für einen der Nationalspieler im Kader, für den bei Newcastle United heiß debattierten Angelo Stiller oder für Jamie Leweling ein Multimillionen-Angebot ins Haus flattern sollte. Darauf hieße es dann vorbereitet zu sein.

Auf einer Position ist aber schon jetzt verletzungsbedingt eine Problemzone auszumachen: nämlich auf der des rechten Verteidigers. Das war bereits im Vorsommer so, weshalb man seinerzeit für zwölf Millionen Euro an Ablöse den Franzosen Lorenz Assignon von Stades Rennes verpflichtete. Mit 24 Bundesligaeinsätzen, davon nur fünf über die volle Spielzeit, hat der 26-Jährige noch keine Bäume ausgerissen. Doch diverse Glanzlichter, darunter einige gute Auftritte in der Europa League, konnte der Defensivmann aus Grasse in Südfrankreich schon für sich verbuchen.

Dass er gegen Ende der Saison etwas nachließ, hatte auch mit Assignons Schulterproblemen zu tun. Also folgte Anfang Juni im Anschluss an das DFB-Pokalfinale in Berlin eine Operation. Aktuell arbeitet Assignon in der Reha an seinem Comeback – doch das ist ein langwieriger Prozess. Bis zu sechs Wochen, das ist der aktuelle Stand, dürfte der Franzose noch ausfallen. Dann ist es Ende August, was bedeutet: Lorenz Assignon dürfte die komplette Vorbereitung verpassen.

Der VfB muss also hinten rechts umplanen, wobei die Alternativen Josha Vagnoman und Leonidas Stergiou heißen. Denn der Schweizer Luca Jaquez, der als Innenverteidiger ebenfalls hinten rechts spielen kann, stand mit den Eidgenossen im verlorenen WM-Viertelfinale gegen Argentinien – und wird seinerseits erst später in die Saison einsteigen. Und dann gibt es noch den Österreicher Christopher Olivier, 20, aus dem Drittliga-Team. Der wird von Hannover 96 und vom dänischen Meister Bröndy IF umworben – soll sich aber vom Trainingsstart des VfB am 16. Juli an vorerst im Stuttgarter Bundesligakader beweisen. Mehr als eine Back-Up-Alternative ist Olivier aber nicht.

Weil hinter der Leistung und der Zukunft von Leonidas Stergiou, der sich als VfB-Winterleihe bei Absteiger 1. FC Heidenheim nicht hat durchsetzen können, zwei dicke Fragezeichen stehen, rückt Josha Vagnoman wieder in den Fokus. Zur Erinnerung: im Vorsommer wurde Assignon auch deshalb gekauft, weil man mit den Leistungen des ehemaligen Hamburgers beim VfB Stuttgart nicht mehr vollumfänglich zufrieden gewesen ist.

Holt Vagnoman diesmal die Kohlen aus dem Feuer? Ganz zum Ende der Sommer-Transferperiode 2025 mit einer Vertragsverlängerung bis 2028 ausgestattet, hat der 25-Jährige vor allem in der Vorrunde der Vorsaison gut performt. Das hat ihm unter anderem seinen zweiten Länderspieleinsatz Ende März in Stuttgart gegen Ghana (2:1) eingebracht.

Doch danach zeigte die Formkurve von Vagnoman deutlich nach unten. Es folgte beim VfB nur noch ein Einsatz über 90 Minuten. Das war beim 2:4 in München, wo der Rechtsverteidiger kein gutes Spiel machte.

Zweifel, ob Vagnoman daher allein die Lücke schließen kann, ehe Assignon frühestens im Oktober wieder spielen dürfte, sind also erlaubt. Verbunden ist damit die Frage, ob die VfB-Bosse um Wohlgemuth und Gentner für die Position hinten rechts noch tätig werden.

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