Tennis. Lars-Johan Long, sportlicher Leiter des Baublies Jugend Cup in Rutesheim und Flacht sowie scheidender Trainer des TC Rutesheim, hatte beim Blick auf die Qualifikations-Tableaus ein lachendes und ein weinendes Auge. „Keine Ahnung, warum sich so wenig Nachwuchsspieler den Herausforderung einer Qualifikation stellen“, klagte der Schwede, der sich aber auch über die internationale Vielfalt freute. „Ein solch internationales Feld hatten wir noch nie in der Quali.“
Internationale Tennistalente verzücken mit großartigem Tennis
Vor allem beim Tennis Europe-Turnier der Jungs U 14 sorgten zehn Ausländer unter den 19 Teilnehmern für ein wahrhaft babylonisches Sprachengewirr – und für erstklassiges Tennis. Besonders auffällig war dabei ein Zwölfjähriger Latino sowie ein 13-jähriger Schwabe: Der Kolumbianer Mathias Gonzales Osorio qualifizierte sich ebenso wie der kleine Schorndorfer Ole Beisswenger ohne einen Satz abzugeben. Auch der an eins gesetzte Franzose Loris da Silva und der Waiblinger Franz Gloning schafften dank überzeugender Leistung den Sprung ins Hauptfeld, das gestern beim TC Weissach-Flacht gestartet ist. Seitdem sind auch die Mädchen dabei, deren Qualifikationsturnier mangels Masse ins Wasser fallen musste.
Etwas kleiner fällt das Teilnehmerfeld bei der ITF-Qualifikation aus
Ganz so international wie die TE-Qualifikation war das Vorturnier der ITF-Qualifikation nicht. Aber es waren immerhin noch Teilnehmende aus neun Nationen, die sich bei den 18-Jährigen um die freien Plätze in den Hauptfeldern bewarben. Bei den Jungen haben es mit den beiden Münchnern Quirin Weber und Marco Ontiveros sowie dem Mannheimer Tom Frederik Siebold schon mal drei Tennis-Germanen in die Quali-Finals geschafft. red

