Mit neuer Motivation geht der SV Illingen in die Badminton-Verbandsliga Württemberg. Die vergangene Saison in der Württembergliga mit nur einem Sieg und dem Abstieg ist abgehakt. „Wir sind motiviert und haben hohe Erwartungen“, sagt Matthias Munzig. Ein direkter Wiederaufstieg ist nicht ausgeschlossen.
Es war eine Horrorrunde, die Saison 2013/2014. Ständig war ein anderer Spieler verletzt. Am Ende stand für die Illinger gerade einmal ein Sieg in der Württembergliga auf der Habenseite. Damit war dem SVI der letzte Platz und der Abstieg sicher. „Mit all den Verletzungen war es unmöglich, etwas anderes zu erwarten“, berichtet Matthias Munzig, die Nummer eins der Illinger Setzliste. „Doch die Vorsaison spiel vom Kopf her keine Rolle mehr. Da denkt keiner mehr dran.“
Die Konzentration gehört voll und ganz der neuen Runde in der Verbandsliga Nordwürttemberg. Und da haben die Illinger einiges vor. Munzig: „Wir wollen im oberen Drittel mit dabei sein. Und wenn der direkte Wiederaufstieg klappen sollte, nehmen wir den natürlich auch mit. Denn dann gehören wir auch in die Württembergliga und freuen uns auf die höhere Klasse.“
Doch auch die Verbandsliga wird für die Illinger kein Selbstläufer – auch nicht als Absteiger. „Wir werden in der Verbandsliga kein einfaches Spiel haben. Wir müssen und definitiv anstrengen, um vorne mit dabei zu sein“, sagt der ehemalige Mannschaftsführer, der für die neue Saison sein Amt an Julian Bopp abgegeben hat. Wenigstens kennen die Illinger die meisten der gegnerischen Mannschaften. „Wir waren jetzt nicht so lange in der Württembergliga. Außerdem gibt es neben der Verbandsrunde auch nich freie und Verbandsturniere, auf denen man viele der gegnerischen Spieler trifft. Allerdings hat sich auch bei den meisten Gegner in den vergangenen Jahren der Kader geändert. Es sind Spieler gegangen, andere sind gekommen“, berichtet Munzig.
So auch beim SVI. Teresa Neuhaus wird beispielsweise in der neuen Saison für die zweite Mannschaft auflaufen und im Verbandsligateam nur noch aushelfen. Für sie rückt Nachwuchshoffnung Valentina Skrbin in den Kader der ersten Mannschaft. „Valentina ist eine der besten Jugendspielerinnen der letzten Jahre beim SVI. Sie ist physisch stark und hat eine hohe Schlagsicherheit. Sie hat einfach Talent. Außerdem ist sie sehr fleißig“, zollt Munzig der U-17-Spielerin Respekt. „Es ist eine Investition in die Zukunft.“
Und Skrbin ist noch nicht am Ende ihrer Entwicklung angelangt. Munzig: „Dadurch, dass sie hochklassig bei den Aktiven anfängt und damit gefordert sein wird, erhoffen wir uns, dass sie noch große Schritte in ihrer Entwicklung macht.“ Frei nach dem Motto: Ein Pferd springt nur so hoch, wie es muss. Doch wenn es mehr gefordert wird, springt es eben höher.
Dafür müssen die Illinger auch in dieser Saison auf Silvan Bopp verzichten. Der 30-Jährige hat sich bereits während der abgelaufenen Runde eine Schulterverletzung zugezogen. „Er ist noch in der Regenerationsphase und weit davon entfernt, wieder einen Schläger zu haben“, berichtet Munzig. Für ihn werden abwechselnd SVI-Neuzugang Tobias Samtleben sowie Markus Walter, die beide in der zweiten Mannschaft eingeplant sind, in der Verbandsliga einspringen. „Mit ihnen sind wir gut aufgestellt“, ist sich Munzig sicher.
Wer von den beiden zum Saisonauftakt an diesem Samstag (15 Uhr) beim Landesligameister der vergangenen Saison, bei der KSG Gerlingen II, ran darf, hat sich erst gestern Abend entschieden. Doch egal, wer es ist, Munzig erwartet ein schweres Spiel. „Die KSG Gerlingen ist ein Stück weit ein Magnet im Badmintonsport in der Region. Es sind in der Vergangenheit einige starke Spieler dorthin gewechselt. Deshalb wird auch die zweite Mannschaft stark sein“, erklärt die Nummer eins der Illinger Setzliste. „Aber von der Rangliste her sind die Gerlinger Spieler zu packen. Wir haben auf jeden Fall gute Chancen und werden ohne Angst in die Partie gehen.“
Einem Erfolg sollte also nichts im Wege stehen. Und auch die anderen Konkurrenten sind nicht übermächtig, schätzt Munzig. „Bis auf Schorndorf sticht für mich keine Mannschaft heraus. Die SG ist traditionell stark. Ihre erste Mannschaft spielt in der Regionalliga Südost und die zweite in der Baden-Württemberg-Liga. Die Schorndorfer haben in der Regel so viele Ersatzleute aus den höherklassigen Teams, dass auch die dritte und vierte Mannschaft in unserer Klasse stark sein werden“, berichtet der ehemalige SVI-Mannschaftsführer.

