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Titel und fünf neue Mitspieler nach der Corona-Pause

Der VfB Eberdingen feiert die Meisterschaft in der Volleyball-Mixed-2/4-Staffel D 1 und hat keine Personalsorgen.

  • Andreas Gabriel (am Schlag) hat sich mit dem VfB Eberdingen die Meisterschaft in der Mixed-2/4-Staffel D 1 Nord gesichert. Der große Kader war ein Schlüssel zum Erfolg. Foto: Nachreiner

    Andreas Gabriel (am Schlag) hat sich mit dem VfB Eberdingen die Meisterschaft in der Mixed-2/4-Staffel D 1 Nord gesichert. Der große Kader war ein Schlüssel zum Erfolg. Foto: Nachreiner

Volleyball. Für die Volleyballer des VfB Eberdingen ist die Saison 2021/2022 nach der langen Corona-Zwangspause optimal gelaufen. Sie wurden mit nur einer Niederlage Meister der Mixed-2/4-Staffel D 1 Nord. Und sie haben sich im Lauf der Spielzeit um fünf weitere Spieler verstärkt. Da schmerzt es nicht ganz so, wenn zwei der bewährten Kräfte jetzt ihre Laufbahn beenden.

„Wir hatten keine Verluste durch die lange Pause“, berichtet Hendrik Soppa, Trainer und Jugendleiter beim VfB Eberdingen. Für die Spielzeit habe er mit Rang zwei oder drei gerechnet, sagt er, schiebt aber nach: „Das gesamte Feld war schwächer als vor Corona.“ Und so wurde aus dem Anspruch, vorne mitzuspielen, schnell die Tabellenführung. Das war aber am ersten Spieltag noch nicht so abzusehen, denn da kassierte der VfB gleich mal das 1:2 gegen den späteren Tabellendritten TVG Sachsenheim Gipfelstürmer. Im Rückspiel zeigten die Eberdinger aber beim Zwei-Satz-Sieg, wer Herr im Ring ist. Gegen den Vierten TSV Bietigheim ging es ebenfalls eng zu. Im Hinspiel holte der VfB einen 2:1-Sieg, im Rückspiel gewann er sogar in zwei Sätzen. Allerdings machte er bei der Begegnung im Februar Überstunden, ehe der Erfolg mit 30:28 und 30:28 unter Dach und Fach war.

Zwei-Satz-Siege sind Standard bei Meister Eberdingen

Meistens gewann der VfB Eberdingen in zwei Sätzen, so dass die Tabelle mit 43 Punkten und 31:5 Sätzen einen komfortablen Vorsprung ausweist. Die SpVgg Besigheim (37 Punkte/27:9 Sätze), Sachsenheim (33/25:13) und Bietigheim (31/24:14) folgen auf den Plätzen.

Ein Schlüssel für den Erfolg? Soppa macht es nicht zuletzt an der Kadergröße seiner Mannschaft fest. „Mit den Zugängen waren wir 14 Leute und konnten in jedem Spiel auch wechseln“, sagt er. „Wir sind ja nicht in einer Top-Liga, so dass es bei zwei Spielen am Tag hilfreich war, wenn wir durchgewechselt haben.“

Von Anfang an schlugen für den VfB Diana Müller, Manfred Müller, Andreas Gabriel, Michael Blessing, Gabi Fedra, Fabian Bischoff, Lukas Hinz, Manuel Albert und Soppa auf. Im Verlauf der Saison fanden außerdem Nela Lipovac, Jan Haders, Helena Schmidt, David Schöbinger und Vanessa Perri zum Team. 14 Sportler in einer Volleyballmannschaft, die zu sechst auf dem Feld steht, das ist fast schon Luxus.

„Wir trainieren ein Mal pro Woche“, sagt Soppa. „Immer dienstags ab 20 Uhr in der Eberdinger Sporthalle, wo auch die Heimspiele sind. Und wir waren fast immer zu zwölft im Training. Das macht Spaß und bringt auch viel mehr, als wenn wir nur zu fünft oder sechst wären.“ Soppa und Blessing teilten sich im wöchentlichen Wechsel die Aufgabe, die Trainingsabende vorzubereiten.

Auf eine Stunde Übungsformen folgt in der Regel eine Stunde Spiel

„Wenn etwas bei den Spielen nicht so gut lief, haben wir im Training gezielt daran gearbeitet“, sagt Soppa. Meist war es so, dass einer der Übungsleiter für eine Stunde Übungsformen vorbereitet hatte, während in der zweiten Trainingsstunde gespielt wurde. Soppa: „Wir haben viel daran gearbeitet, kontinuierlich Druck auf den Gegner zu machen. Wir wollten den Ball nicht einfach nur zurückspielen, keinen Ball. Selbst wenn es ein Danke-Ball war, sollte der so im Eck landen, dass möglichst keiner mehr dran kommt.“

Blessing will in Zukunft aber keine Einheiten mehr vorbereiten. „Er und Gabi Fedra gehen volleyballerisch in Rente“, sagt Soppa. „Ins Training will er aber immer noch kommen.“ Fürs nächste Jahr hofft der Übungsleiter, dass sein Team vollzählig zusammenbleibt und eine Klasse höher dann auch mehr spannende Spiele zustandekommen. „Wir wollen ein bisschen mehr Volleyball und weniger Aufschläge machen“, umschreibt er die Tatsache, dass bislang zu oft direkte Punkte erzielt wurden. Die zweite Hoffnung gilt der Corona-Entwicklung. „Dieses Mal musste doch sehr viel verlegt und nachgespielt werden“, sagt Soppa.

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