Fechten. Auch wenn sie kurzfristig umorganisiert werden mussten, waren die deutschen Meisterschaften der U 17 im Degen ein voller Erfolg. Insbesondere für den Nussdorfer Fechter Philip Sigmund, der mit seinen Tauberbischofsheimer Mannschaftskameraden deutscher Vizemeister wurde. Mit Rang fünf im Einzel war er dagegen nicht ganz so glücklich, denn er hatte auch in diesem Wettbewerb auf eine Medaille gehofft.
Die U-17-Meisterschaften im Frauen- und im Männerdegen fanden in der Großsporthalle in Rüsselsheim statt, nachdem der ursprüngliche Ausrichter aus Bautzen die Meisterschaften wegen der Ukraineflüchtlinge kurzfristig hatte zurückgeben müssen.
„Im Mannschaftswettbewerb traf Tauberbischofsheim nach Siegen über Reutlingen und Bonn gegen die Fechter aus Krefeld und gewannen im Halbfinale mit 45:40“, berichtet Mannschaftsführer Igor Borrmann. „Im Gefecht um die deutsche Meisterschaft unterlagen sie dem hohen Favoriten aus Heidenheim mit 45:35. Die Heidenheimer holten sich den Sieg mit einer soliden Mannschaftsleistung.“
Bereits tags zuvor hatte Sigmund hatte im Einzelwettbewerb auf Platz fünf abgeschnitten. „Er hat damit zwar seine eigenen Erwartungen nicht ganz erfüllt, wollte er doch unbedigt eine Medaille gewinnen“, sagt Borrmann. Doch sein Gegner im Gefecht aus der Runde der besten Acht zu den besten vier war kein geringener als Jakob Stange vom Fechtzentrum Solingen, Ranglistenzweiter in der U 17 und Dritter in der U 20 des deutschen Fechterbunds.
Bis ins Schlussdrittel führte der Nussdorfer sein Gefecht an, muss sich dann am Ende dennoch mit 10 : 15 geschlagen geben. Deutscher Meister wurde vom Bundesleistungszentrum in Leipzig Bertil Petersen, der im Finalgefecht auf seinen Bruder Ole stieß und mit 15 : 12 gewann. Der Ditzinger Samuel Hochwald hinterließ mit Platzsieben ebenfalls einen starken Eindruck. red

