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Roland Kaschuba: „Alles unter Platz fünf tut weh“

Trotz nicht optimaler Voraussetzungen will Enzweihingen im oberen Mittelfeld in der D-Klasse abschneiden – Riet will wieder Freude am Sport durch Erfolge erfahren

  • Andreas Beuchle und Eike Kobes (von rechts) machen sich lang, um einen Schmetterball zu blocken. In der D-Klasse sollen jetzt auch wieder die Ergebnisse stimmen. Foto: Küppers

    Andreas Beuchle und Eike Kobes (von rechts) machen sich lang, um einen Schmetterball zu blocken. In der D-Klasse sollen jetzt auch wieder die Ergebnisse stimmen. Foto: Küppers

Für den SV Riet Beta Blocker und den TSV Enzweihingen geht es in der Volleyball-Mixedrunde D 1 Nord gleich mit einem Paukenschlag los. Die Mannschaften aus den beiden Vaihinger Teilorten treffen an diesem Sonntag (ab 10 Uhr) in der Großsachsenheimer Sporthalle gleich direkt aufeinander. SV Riet Beta Blocker Zwei Jahre lang hat der SV Riet Beta Blocker in der C-Klasse gebaggert, gestellt und geschmettert. Doch in der vergangenen Saison mussten die Rieter den bitteren Gang in die unterste Liga antreten. „Wir haben immer gut mitgespielt. In den meisten Sätzen, die wir verloren haben, haben wir mehr als 20 Punkte gemacht, haben uns sogar Satz- und Matchbälle erspielt. Doch in der Regel haben wir nie etwas Zählbares mitgenommen“, berichtet Freizeitleiter Uwe Gebhardt. Und auch vor der am Wochenende beginnenden Runde spricht bei den Rietern niemand vom direkten Wiederaufstieg. „Wir waren zuletzt gefrustet, weil wir kaum etwas gewonnen haben. Jetzt wollen wir wieder ordentlich mitspielen und vor allem unseren Spaß auch durch Erfolge wieder finden“, erklärt Gebhardt. Doch für ganz oben wird es nicht reichen, ist er sich sicher. „Es wird auch in dieser Saison wieder zwei oder drei Teams geben, die ganz neu angefangen haben. Das sind meistens junge Mannschaften. Und gegen die müssen wir mit unserem Alter etwas Tribut zollen“, sagt der Freizeitleiter. Außerdem müssen Franziska Merkel, Birgit Mauch, Tine Borgwardt, Tanja Brett, Stefan Bauer, Andreas und Frank Beuchle, Eike Kobes, Jörg Braun, Ralf Brosi, Gebhardt sowie ab Januar Holger Ziegler, der dann nach einem beruflichen Aufenthalt in China wieder an der Enz ist, auf einen ihrer besten Spieler verzichten. Tino Merkel plagt sich mit Knieproblemen herum und ist zum Zuschauen verdammt. „Er ist groß und damit ein guter Blocker. Ihn können wir nicht ersetzen“, erklärt Gebhardt. Doch trotz des Ausfalls von Tino Merkel wurde taktisch nicht umgestellt. „Wenn man so lange schon zusammenspielt, dann kristallisiert sich heraus, wer gut neben wem spielt“, berichtet Gebhardt. „Da versucht man in der Vorbereitung, das Eingespielte beizubehalten und nur noch zu stärken.“ Vor allem die Annahme bereitet dem Freizeitleiter etwas Kopfzerbrechen. „Die Annahme war noch nie unsere Stärke. Und wenn man keine gute Annahme hat, kann man auch nicht gut stellen und damit keinen guten eigenen Angriff spielen“, erklärt Gebhardt. Wahrscheinlich ist das ein Kopfproblem, mutmaßt er. „Bei der Annahme muss man den Spielzug vorausahnen. Und wir haben schon in den letzten Jahren gesehen, dass gegnerische Mannschaften im Kopf fitter sind, den letzten Ball machen zu wollen oder retten zu wollen“, sagt Gebhardt. TSV Enzweihingen „Wir gehen nicht sehr zuversichtlich in die neue Saison.“ In der Stimme von Roland Kaschuba schwingt ein ganz kleines bisschen Verzweiflung mit. „Unser bester Spieler, Michael Blessing, hat mit dem Volleyball aufgehört. Er ist zwar noch im Training dabei. Aber die Spiele sind ihm zu viel, zumal er beim FV Roßwag auch noch Fußball spielt“, erklärt der Enzweihinger Abteilungsleiter. Außerdem hat sich Elfriede Dagenbach „beim ungefährlichen Wandern schwer verletzt“ (Kaschuba). Dagenbach hat sich im Sommerurlaub den Außenknöchel angebrochen sowie einige Bänder gerissen. Dennoch ist sich Kaschuba sicher, eine schlagkräftige Truppe zum ersten Spieltag auf die Beine zu stellen. Denn gleich am Sonntag geht es im Vaihinger Stadtderby gegen den SV Riet Beta Blocker. „Das ist immer ein besonderes Spiel. Man kennt sich schon lange“, erklärt Kaschuba. Und dann muss die Mannschaft den Abgang von Blessing wettmachen. „Seine jahrelange Routine, sein Überblick im Angriff und seine Präzission lassen sich nicht leicht ersetzen. Außerdem war er unser Leitwolf“, berichtet Kaschuba. „Jetzt muss jeder über sich hinauswachsen. Aber wir haben noch einige Spieler, die noch Potenzial nach oben haben.“ In erster Linie denkt der Enzweihinger Abteilungsleiter dabei an Andreas Gabriel. „Er steigert sich jedes Jahr, Aufgrund seiner Größe und Reichweite ist er ein guter Angreifer und Blocker“, erklärt Kaschuba. „Und auch bei Rene Brodwolf sehe ich noch Potenzial nach oben. Er hat zum Beispiel gerade die Trainerausbildung angefangen. Die Taktikschulungen geben ihm einen ganz anderen Blick auf Volleyball.“ Und aus der Jugend rücken Anna Köpf, Maxi Heilmeier und Janina Singer nach. „Für die drei Spielerinnen haben wir extra eine Befreiung beantragt. Da sie alle einen Spielerpass haben, dürfen sie eigentlich nicht bei den Mixed spielen“, sagt der Abteilungsleiter. Doch obwohl die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Saison nicht unbedingt gegeben sind, hat Kaschuba mit Damian Henon, Udo Ostermann, Brodwolf, Gabriel, Dagenbach, Gabi Fedra, Köpf, Heilmeier und Singer Ambitionen. „Alles unter Platz fünf tut weh“, erklärt der Abteilungsleiter. „Alles weiter vorne wäre schön.“
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