Es ist so etwas gewesen mit den Wettkampfrichtern. Bei den Bezirksmeisterschaften des Bezirks Mittlerer Neckar der Jahrgänge 2002 und jünger in Leonberg wurden die Schwimmer des TV Vaihingen nicht nur einmal jeweils wegen Frühstarts zurückgepfiffen. Das verhinderte den dritten Platz von Leo Matuschowitz. Bei den Bezirksmeisterschaften der Jahrgänge 2001 und älter in Mühlacker erwischte es Kotryna Santaraite und Julian Kemmler. Beide Nachwuchsathleten wurden jeweils über 200 Meter Schmetterling wegen Verlassens der Schwimmlage bestraft. Beide wären auf das Podest geschwommen. „Kotryna schlug nach 3:02 Minuten an. Julian schwamm 3:05 Minuten und überholte auf der letzten Bahn sogar noch einen Konkurrenten. Da war die Enttäuschung natürlich groß. Bei Kotryna hatten selbst wir den Fehler gesehen. Bei ihr hat sich ein Kraul-Beinschlag mit reingemischt. Das verschafft einem einen Vorteil. Bei Julian hat es aber nur die Kampfrichterin gesehen“, berichtet TVV-Pressewartin Michaela Stenzel. „Es hat den Anschein, als seien die Richter strenger. Bei einem Fehlstart in Mühlacker hat anscheinend nur die Hand zu früh gezuckt.“
So blieb es Sina Grausam vorbehalten, die einzigen Podestplätze für den TV Vaihingen herauszuschwimmen. Die Athletin schlug in Mühlacker über 100 Meter Freistil in 1:05,55 Minuten und über 100 Meter Rücken in 1:15,29 Minuten jeweils als Zweite an. Dritte wurde sie jeweils über 50 Meter Freistil in 30,13 Sekunden sowie über 200 Meter Rücken in 2:37,45 Minuten. Auf einem undankbaren vierten Platz landete zudem Jan Matuschowitz in Leonberg über 200 Meter Rücken. Fünfter wurden sein älterer Bruder Tom Matuschowitz, der in Mühlacker über 200 Meter Brust nach 3:09,04 Minuten anschlug, sowie Santaraite, die über 100 Meter Schmetterling 1:22,78 Minuten schwamm.
„Bis auf wenige Ausnahmen haben alle ihre Zeiten deutlich verbessert“, freut sich Stenzel. „Es geht steil nach oben. Und das ist es, was zählt.“ Den größten Sprung nach oben machte Tom Matuschowitz über 200 Meter Brust. Er verbesserte seine Meldezeit in Mühlacker um 6,42 Prozent, was rund elf Sekunden bedeutete. Seine Zeit über 50 Meter Rücken unterbot er in 36,55 Sekunden um 5,73 Prozent.
Auch Grausam hatte über 100 Meter Freistil und über 200 Meter Rücken deutliche Steigerungen von klar über fünf Prozent erreicht. „Sie hat die süddeutschen Meisterschaften als Ziel“, berichtet Stenzel.

