Der SV Iptingen kommt in der Volleyball-Mixed-Staffel 2/4 C 1 Nord etwas auf dem Zahnfleisch daher. Nachdem Manuela Kühnle Mutter geworden ist, stehen nur noch zwei Frauen im Kader des SVI. Von denen darf sich keine während der Saison verletzen.
Es ist eine kleine Erfolgsgeschichte, die der SV Iptingen schreibt. Zwei Jahre, nachdem sich die Mannschaft wieder zum Spielbetrieb gemeldet hat, wurde gleich der erste Aufstieg gefeiert. Hinter dem SV Diefenbach fuhren die Iptinger die Vizemeisterschaft in der D 1 Nord ein. Dementsprechend kleine Brötchen backen sie vor ihrem ersten Spieltag in der Volleyball-Mixed-Staffel 2/4 C 1 Nord. „Wir wollen einfach schauen, wie es läuft“, sagt Mannschaftsführer Günther Rapp. „Ich hoffe, dass es am Ende ein guter Mittelfeldplatz wird.“ Aber auch der direkte Abstieg ist bei den Iptingern durchaus ein Thema. Markgröningen II gilt als mahnendes Beispiel. „Die Markgröninger sind als Zweiter vor zwei Jahren aufgestiegen. Letzte Saison haben sie dann als Drittletzter gerade so den direkten Wiederabstieg vermieden“, berichtet Rapp.
Das soll den Iptingern nicht wiederfahren, auch wenn der Mannschaftsführer um die Schwere der Aufgabe weiß. „Die Mannschaften in der C-Klasse spielen in der Regel schon seit Jahren zusammen mindestens in dieser Liga. Sie sind also eingespielt. Manche – wie zum Beispiel der TSV Asperg Hakuna Matata – hat früher sogar höherklassig gespielt. Die erfahrenen Spieler machen viel mit ihrer Erfahrung und mit Auge“, erzählt Rapp.
Und die Iptinger haben ein weiteres Handicap: In ihrem Kader stehen mit Daniela Schmid und Simone Kopp nur zwei Frauen, die jede Minute in dieser Saison spielen müssen. „Das ist schon ein bisschen blöd“, sagt Rapp. „Wir haben erst am letzten Wochenende wieder eine Anzeige im Amtsblatt geschalten, dass wir noch weibliche Verstärkung suchen. Aber es gab überhaupt keine Rückmeldungen.“ Wenn man mit Frauen spreche, die beispielsweise früher in Pinache aktiv waren, dann bekäme man immer zur Antwort, dass es schon reize wieder zu spielen. Doch viele wollten nicht die Verpflichtung eingehen, eine komplette Runde zu absolvieren. „Dabei sind es nur vier Spieltage in der Hinrunde und vier Spieltage in der Rückrunde“, erklärt Rapp.
Neben Kopp und Daniela Schmid sind bei den Spieltagen in der Regel noch Achim Schmid, Marco Kühnle, Jens Hartmann, Alexander Hettinger, Jürgen Schmidt und Rapp selbst im Einsatz. An diesem Sonntag (ab 14 Uhr) in Besigheim wird Hettinger (privat verhindert) fehlen, wenn es gegen den SV Diefenbach und die SpVgg Besigheim geht. Und gerade gegen die Diefenbacher liebäugelt Rapp schon mit einem Erfolg. „Die Diefenbacher kennen wir aus der letzten Saison. Das Hinspiel haben wir gewonnen, das Rückspiel verloren. Das Duell kann so und so ausgehen“, berichtet der SVI-Mannschaftsführer. „Und dann werden wir mal schauen, was die Besigheimer können.“

