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„Beim Walzer hätten sie sich mehr bewegen müssen“

Sylvia und Thomas Straß verpassen Finale der Senioren II knapp – Dretschak/Meier nach Turnierpause sofort wieder auf Platz drei

  • Sylvia und Thomas Straß (TSC Illingen) haben sich bei ihrer Turnierpremiere beim Strombergpokal gut geschlagen. Sie landeten auf dem geteilten siebten Rang bei den Senioren II. Foto: Simecek

    Sylvia und Thomas Straß (TSC Illingen) haben sich bei ihrer Turnierpremiere beim Strombergpokal gut geschlagen. Sie landeten auf dem geteilten siebten Rang bei den Senioren II. Foto: Simecek

Eiskunstlauf, Synchronschwimmen, Dressurreiten, Tanzen – alles Sportarten, die beim gemeinen Sportfan nicht besonders hoch in der Gunst stehen. Vielleicht liegt es daran, dass das Ergebnis für den Gelegenheitszuschauer nicht auf den ersten Blick nachvollziehbar ist. Denn es ist von Wertungsrichtern abhängig, die die Darbietung benoten. Doch wie bewertet Otto Bertsch, selbst als Tänzer beim TSC Illingen in der S-Klasse aktiv, die Auftritte der Paare beim Strombergpokal des TSC Illingen?

Es sieht irgendwie zackig aus, was Paar 21 da aufs Parkett legt. Selbstbewusst schiebt Salvatore Sarda vom TTC Rot-Gold Tübingen seine Frau Sylvia über die Tanzfläche. „Das ist eine Mentalitätsfrage. Ich habe das bei internationalen Wettkämpfen schon oft erlebt, dass die Italiener eher selbstbewusst, die Deutschen eher schüchtern auftreten“, sagt Bertsch. Ein Qualitätsmerkmal muss das allerdings nicht sein. „Sie haben keine guten Bewegungen. Es stockt zu sehr, sie tanzen nicht fließend“, bewertet Bertsch den Langsamen Walzer der beiden.

Für den Tango könnte dieser Tanzstil passen, denn da bemängelt Bertsch bei Martina und Ralf Hans Bosma aus Müllheim, dass sie zu fließend tanzen. Für den Laien sieht das dagegen wie aus einem Guss aus. Oberkörper und Arme sehr steif, aber dennoch grazil. Also weiter zum nächsten Paar. Bei Susanne Buch-Wendler und Armin Wendler aus Freiburg stimmen Experte und Laie dann mal überein. „Tolle Bewegungen, tolle Oberlinie“, kommentiert Bertsch.

Mittendrin dann noch ein Illinger Paar. Sylvia und Thomas Straß tanzen ihr erstes D-Turnier überhaupt in der Altersklasse Senioren II. Es sieht nicht besonders spektakulär aus, aber irgendwie solide. Bertsch ist mit seinen Schützlingen zufrieden. Und er behält am Ende recht. Das TSC-Paar kommt genauso weiter wie die beiden zuvor gelobten. Für das kritisierte Paar aus Tübingen ist nach der ersten Runde Schluss.

Dann das Halbfinale. Wieder wirken Sylvia und Thomas Straß durchaus solide. Aber andere Paare machen einen besseren Eindruck. Christine und Manfred Huber aus Memmingen beispielsweise. Man hat den Eindruck, dass Manfred Huber nicht mit einer anderen Person, sondern mit einem Teil tanzt, der fest zu ihm gehört. Auch Martina und Ralf Hans Bosma fallen positiv auf. Beide Paare schaffen es auch ins Finale. Das Paar aus Müllheim wird am Ende sogar Zweiter hinter Freya und Hubert Troßmann aus Augsburg.

Mit seinen eigenen Schützlingen war Bertsch im Halbfinale nicht ganz so zufrieden. „Der Quickstep war wirklich gut, der Tango war auch in Ordnung, aber beim Walzer hätten sie sich mehr bewegen müssen. Mehr über das Bein tanzen“, wie es der TSC-Pressewart ausdrückt. Und wieder sollte er recht behalten. Ganz knapp reicht es für Sylvia und Thomas Straß nicht ins Finale der besten sechs. Am Ende landen sie auf dem geteilten siebten Platz.

Paar und Pressewart sind dennoch zufrieden. Zumal es ein durchaus erfolgreicher Nachmittag für den TSC war. Immerhin fanden 32 Paare aus ganz Süddeutschland den Weg in die Stromberghalle. Sportlich erfolgreich waren neben dem Ehepaar Straß auch noch bei den Senioren III Dorothea Meier und Horst Dretschak. Die beiden hatten rund zehn Jahre vom Wettkampfsport pausiert und nun wieder ihr erstes Turnier getanzt. Sie landeten beim Heimspiel sofort auf dem dritten Platz. Hier gewannen ebenfalls die beiden Augsburger, die auch bei den Senioren II erfolgreich waren, Freya und Hubert Troßmann. Zweite wurden Ute und Walter Bizewski aus Fürth.

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