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VfR hat Löchgau II am Rand einer Niederlage

Sersheim zeigt gestern Abend im Bezirkspokal eine couragierte Leistung, verliert aber gegen den Bezirksligisten mit 1:2 (1:0)

  • Sandro Aprigliano (links) lässt den Löchgauer Abwehrchef Florian Morlok aussteigen. Foto: Nachreiner

    Sandro Aprigliano (links) lässt den Löchgauer Abwehrchef Florian Morlok aussteigen. Foto: Nachreiner

Als letzter Verein aus dem Raum Vaihingen hat sich der VfR Sersheim aus dem Fußball-Bezirkspokal verabschiedet. Im Achtelfinale verlor die Mannschaft von Trainer Siegfried Blum gestern Abend gegen den Bezirksligisten FV Löchgau II mit 1:2 (1:0). „Wir haben uns gut präsentiert“, war Blum dennoch zufrieden.

Achtelfinale

VfR Sersheim – FV Löchgau II 1:2 (1:0)

Die Sersheimer begannen sehr engagiert. Oftmals wurde der ballführende Spieler des FV Löchgau II mit zwei Mann attackiert. In der Offensive setzten sie immer wieder Akzente, ohne aber wirklich gefährlich zu werden. Dennoch wären beinahe die Gäste bereits nach acht Minuten in Führung gegangen. Ein Sersheimer spielte den Ball im eigenen Strafraum zu seinem Torwart Pablo Locher zurück. Doch ein Löchgauer sprintete dazwischen und spitzelte den Ball ins Tor. Schiedsrichter David Modro entschied allerdings auf Abseits. Das erste Mal gefährlich vor dem Tor von Patrick Leitenberger tauchten die Sersheimer in der 31. Minute auf. Sandro Aprigliano zog aus halbrechter Position ab. Doch sein Schuss strich nur knapp über das Lattendreieck am langen Pfosten. Den kurzen Abschlag von Leitenberger ersprintete sich dann Maximilian Singer, marschierte in Richtung Torauslinie und legte quer auf Sandro Aprigliano, der nur noch einschieben musste – 1:0 (32. Minute). Nach dem Treffer hatten die Sersheimer das Geschehen auf dem Platz wieder unter Kontrolle. Sie hätten sogar nachlegen können, hätten sie ihre Angriffe konsequenter zu Ende gespielt. Zuvor waren die Löchgauer etwas aufgekommen, ohne aber Gefahr auszustrahlen. Dennoch wären sie beinahe mit einem Unentschieden in die Pause gegangen. Einen direkt auf das Tor gebrachten Freistoß von Valentin Holoch faustete Locher gerade noch zur Ecke über die Latte.

Die zweite Halbzeit begann mit einem Warnschuss von Steffen Gerhäusser, der knapp über die Latte strich (48.). Im direkten Gegenzug hatte Sandro Aprigliano das 2:0 auf dem Fuß, vergab aber. In der 58. Minute kamen die Löchgauer einmal bis zur Torauslinie durch. Von dort legte Gerhäusser zurück auf den völlig frei stehenden Marc Kaminski. Und der ließ sich am kurzen Pfosten die Einladung zum 1:1 nicht entgehen. Doch die Sersheimer zeigten sich kaum beeindruckt vom Ausgleich. Bereits zwei Minuten später hätten sie wieder in Führung gehen können. Daniel Koopmann luchste Florian Morlok den Ball an der eigenen Strafraumgrenze ab und passte weiter auf Singer. Der Flügelflitzer behielt aber nicht die Nerven und schob den Ball knapp am Pfosten vorbei (60.). Wiederum nur eine Minute darauf erwischte FVL-Torwart Leitenberger einen Schuss von Sezgin Arslan erst im Nachfassen. Auch Hakan Atalay hätte in der 77. Minute alles klar machen können. Doch sein Schuss wehrte Leitenberger zur Ecke ab. Nur vier Minuten später hatte Singer den FVL-Torwart bereits ausgespielt, schob den Ball jedoch am Tor vorbei (81.).

Doch auch die Löchgauer hätten für die Entscheidung sorgen können. Nach einem Rückpass von Kevin Kleinert prüfte Holoch Locher (67.). Das taten sie dann in der 83. Minute. Nach einem Eckball köpfte ein Löchgauer den Ball am kurzen Pfosten ins Tor. „Der Ball war wohl schon im Aus. Das hat meine Spieler irritiert“, erklärte VfR-Trainer Siegfried Blum. In der Nachspielzeit hätte Sandro Aprigliano die Sersheimer noch ins Elfmeterschießen retten können. Doch Leitenberger parierte seinen Schuss aus zehn Metern (90.+1).

3. Hauptrunde

TSV Kleinglattbach – Hellas Bietigheim 0:3-Wert.

Der TSV Kleinglattbach musste das Nachholspiel der dritten Bezirkspokalrunde absagen. „Uns hat der Lokführerstreik einen Strich durch die Rechnung gemacht. Wir wissen nicht, wie unsere Spieler, die auswärts studieren oder arbeiten, zum Spiel kommen sollten. Deshalb haben wir nach einigem Hin und Her intern mit den Verantwortlichen des Bezirks gesprochen. Die zeigten Verständnis für unsere Situation“, berichtet Kleinglattbachs Pressewart Karlheinz Boch. Daniel und Tobias Linder sowie Matthias Geiger studieren in Schwäbisch Hall oder Stuttgart. Sebastian Witsch und Marc Hahn arbeiten in der Landeshauptstadt. Dazu kommen mit Marino Tricarico, Philipp Gutjahr und Michael Engelhardt drei wichtige Stammspieler, die angeschlagen sind. Boch: „Es ist uns wichtiger, wenn sie am Wochenende zum Ligaspiel gegen Horrheim wieder fit sind.“

Das Spiel musste ursprünglich verlegt werden, da die Verantwortlichen der SpVgg Bissingen II gegen die Wertung des 5:4-Sieges des TSV nach Elfmeterschießen in der zweiten Runde Einspruch eingelegt hatte. Zwei spielberechtigte Spieler der Kleinglattbacher konnten sich an jenem Abend nicht ausweisen. „Wir haben aber darlegen können, dass wirklich diese beiden Spieler auf dem Platz standen“, erklärt Boch.

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