SportFußball
Steuertipp
Cristiano Ronaldo streicht pro Saison 17 Millionen Euro an Gehalt ein. Bayern München überweist Franck Ribery immerhin noch zwölf Millionen Euro. Und selbst Vedad Ibisevic verdient beim VfB Stuttgart noch 2,5 Millionen Euro pro Jahr. Wenn der geneigte Fußballfan solche Summen hört, ist der erste Gedanke: Mann, verdienen die viel Geld. Das ist aber eine sehr oberflächliche Betrachtungsweise. Denn von dem Geld muss so ein Profi ja auch einiges bezahlen, was zur Grundausstattung gehört: einen flotten Sportwagen aus Zuffenhausen, Maranello oder Sant’Agata Bolognese, eine Rolex-Uhr – und nicht zu vergessen einen Kulturbeutel von Louis Vuitton. Und dann schöpft zumindest der deutsche Staat auch noch 45 Prozent vom Ganzen als Spitzensteuer ab. Logisch, dass nicht nur ein schwäbischer Profi da ans Sparen denkt. Doch auf was kann er wohl am ehesten verzichten? Richtig, aufs Steuernzahlen. Ein findiger Steuerberater muss also her. Der setzt dann ein Abo des Bezahlfernsehsenders Sky als Fortbildungskosten ab. Immerhin muss so ein Profi ja Sonntag für Sonntag schauen, was die Konkurrenz so drauf hat und wer schon wieder einen neuen Trick auf Lager hat. Im Falle eines uns unbekannten Profis hat das Finanzamt allerdings dem Ganzen einen Strich durch die Rechnung gemacht. Ein Finanzgericht erkannte die Abo-Gebühr nicht als Werbunsgkosten an. Man könne schließlich nicht ausschließen, dass der Fußballprofi nicht auch zum reinen Vergnügen Sonntag für Sonntag die Konkurrenz schaue. Pech für den Profi. Vielleicht sollte er in der nächsten Steuererklärung angeben, dass er nur Spiele des Hamburger SV schaut. Dann könnte er das Abo als außergewöhnliche Belastung angeben. (nac)

